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Könnte in den Aufsichtsrat des größten russischen Ölkonzerns Rosneft gewählt werden: Altkanzler Gerhard Schröder. Foto: Swen Pförtner/Archiv

Größter russischer Ölkonzern

Schröder nominiert für Rosneft-Aufsichtsrat

Moskau/Berlin (dpa) - Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) könnte in den Aufsichtsrat des größten russischen Ölkonzerns Rosneft gewählt werden.

Es gebe insgesamt sieben Kandidaten für den Posten eines "unabhängigen Direktors" des staatlichen Unternehmens, darunter Schröder, hieß es in einem Dekret des russischen Regierungschefs Dmitri Medwedew am Freitagabend. Das Dokument wurde auf der Homepage der Regierung veröffentlicht. Auf der Liste stehen auch Energieminister Alexander Nowak sowie Rosneft-Chef Igor Setschin, der als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin gilt.

Nach Angaben der russischen Wirtschaftszeitung "RBK" soll die Wahl am 29. September stattfinden. Zudem soll der Rat demnach von neun auf elf Mitglieder vergrößert werden.

Schröder ist seit 2005 Vorsitzender des Aktionärsausschusses beim Betreiber der Ostsee-Gas-Pipeline Nord Stream. Der 73-Jährige pflegt eine freundschaftliche Beziehung zu Kremlchef Putin.

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte am Montag in Berlin zu dem Rosneft-Posten, es müsse sich noch zeigen, ob es tatsächlich dazu komme. "In allererster Linie ist es eine persönliche Entscheidung von Gerhard Schröder." Heil betonte aber, für den SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz komme derlei nach einer möglichen Kanzlerschaft nicht in Frage. Für Schulz sei ganz klar, "dass er nach seiner Amtszeit als Bundeskanzler keine Tätigkeit in der Privatwirtschaft anstrebt".

Dekret auf der Homepage der Regierung (russisch)

Bericht RBK (russisch)

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