Schuldenberg auf Rekordhöhe

Fast 1,5 Billionen Euro: - Wiesbaden - Der Schuldenberg von Bund, Ländern und Gemeinden hat im vergangenen Jahr die Rekordhöhe von 1,485 Billionen Euro erreicht. Damit wuchsen die Verbindlichkeiten der öffentlichen Haushalte am Kreditmarkt binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent oder 37,8 Milliarden Euro, berichtete das Statistische Bundesamt.

Dank einer "allgemein etwas entspannteren Haushaltslage" seien die Schulden aber etwas langsamer gewachsen. 2005 hatte der Zuwachs noch fast vier Prozent betragen.

Die Schulden des Bundes stiegen 2006 um 3,4 Prozent auf 902 Milliarden Euro. Bei den Ländern gab es einen Zuwachs von 2,4 Prozent auf 480 Milliarden Euro. Nur 3 der 16 Bundesländer konnten ihre Schulden verringern. Besonders stark war der Abbau in Sachsen mit 4,1 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro. Weniger neue Schulden machten auch Hessen (minus 2,9 Prozent/29,4 Mrd) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 0,4 Prozent/10,7 Mrd). Bayerns Verschuldung blieb unverändert bei 23 Milliarden Euro. Besonders stark stiegen die Schulden in Bremen (plus 9,1 Prozent/13,4 Mrd) und im Saarland (plus 7,8 Prozent/8,7 Mrd).

Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände sanken um 2,1 Milliarden Euro oder 2,5 Prozent. Bei Krediten mit kurzer Laufzeit gab es allerdings einen Zuwachs um 3,9 Milliarden auf 27,8 Milliarden Euro. Insgesamt stieg die Summe dieser so genannten Kassenkredite der öffentlichen Haushalte um 11,9 Prozent auf 47,4 Milliarden Euro.

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