Schuldenkrise dämpft Konjunkturerwartungen

Mannheim - Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Mai verdüstert. Der ZEW-Indikator sank um 7,2 auf 45,8 Punkte.

Damit liegt der Wert immer noch über dem historischen Mittelwert von 27,4, gab das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim bekannt. Die Organisation befragt monatlich 350 Finanzexperten über ihre Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, der Eurozone, USA, Großbritannien und Japan innerhalb der nächsten sechs Monate. “In den gesunkenen Konjunkturerwartungen mag sich die zunehmende Unsicherheit von Konsumenten und Investoren bezüglich der Konsolidierungspolitik der öffentlichen Haushalte im Euroraum und hinsichtlich der Entwicklung des Wechselkurses des Euro widerspiegeln“, erklärt ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Die aktuelle Lage in Deutschland schätzen die Experten besser ein als im Vormonat. Der entsprechende Indikator stieg um 17,6 auf minus 21,6 Punkte. Für die Eurozone bewerten die Experten die aktuelle konjunkturelle Lage ebenfalls besser als im April 2010. Der Indikator erhöhte sich um 3,9 auf minus 48,5 Zähler. Die Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone sind gesunken. Der Indikator verschlechterte sich um 8,4 auf 37,6 Punkte.

dapd

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