Schuldensünder: "Troika" lobt Portugal

Lissabon - Die internationalen Geldgeber von Portugal haben dem pleitebedrohten Euro-Land Erfolg bei den bisherigen Maßnahmen zur Sanierung der maroden Finanzen bescheinigt.

“Die allgemeine Evaluierung ist sehr positiv“, erklärte der Vertreter der Europäischen Kommission, der Deutsche Jürgen Kröger, am Freitag in Lissabon. Mit der positiven Bewertung der Europäischen Union (EU), des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) wird für Portugal der Weg frei für den Erhalt einer neuen Tranche des 78 Milliarden Euro schweren Hilfspakets.

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Bis September erhält Portugal dem Sanierungsplan zufolge weitere 3,7 Milliarden Euro. EU und IWF griffen dem Schuldensünder bislang seit Juni mit 20 Milliarden Euro unter die Arme. Nach ihrem erstem Portugal-Bericht will die sogenannte “Troika“ in Portugal bis 2014 weitere elf Evaluierungsmissionen durchführen.

Als Gegenleistung für das Hilfspaket der EU und des IWF muss Portugal dieses Jahr unter dem neuen liberal-konservativen Regierungschef Pedro Passos Coelho das Haushaltsdefizit von 9,1 Prozent (2010) auf 5,9 Prozent senken. Dazu will man unter anderem das Privatisierungsprogramm beschleunigen, den Finanzsektor reformieren, Renten, Gehälter und das Arbeitslosengeld weiter kürzen, Steuern anheben und den Arbeitsmarkt flexibilisieren.

dpa

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