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Was ist das? Eltern sollten ihre Kinder im Internet nicht alleine lassen.

Sicher im Internet

Schutz gegen Viren und Phisher

Abzocke, Datenklau, Scharlatane: Das Internet mag vieles erleichtern, es hat aber auch seine Schattenseiten. Unsere Zeitung fasst zusammen, wie Nutzer möglichen Gefahren auskommen.

-Wie können sich Anwender vor Viren und anderen Schadprogrammen schützen?

PC-Besitzer sollten ein Virenschutz-Programm sowie eine Firewall („Schutzmauer“) auf ihrem Rechner einsetzen und laufend aktualisieren. Auch Sicherheitsupdates für das Betriebssystem und sonstige Software sind wichtig.

Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gelangen Viren überwiegend über E-Mails auf den Rechner. Kein Betreff oder ein neugierig machender oder englischer Betreff sowie Dateien mit den Endungen „.exe“, „.bat“, „.com“ oder „.vbs“ im Anhang sollten misstrauisch machen, warnt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Anhänge in E-Mails aus unsicherer Quelle sollten nicht geöffnet werden.

Auch Post, die auf angeblich unbezahlte Rechnungen hinweist oder für dubiose Investitionsprojekte wirbt, gehört in den Papierkorb. Solche Anschreiben dienen häufig nur dazu, an Adressdaten oder Ersparnisse unbedarfter Internet-Surfer zu gelangen.

-Was sollte ich beim Einkaufen übers Internet beachten?

Laut den Polizei-Beratern sollte man prüfen, ob Angaben wie Anschrift, Garantie, Rückgabe- beziehungsweise Widerrufsrecht, Kündigungsfrist, Geschäftsbedingungen oder Versandkosten auf den Seiten des jeweiligen Internet-Shops leicht zu finden sind. Wenn nicht, sei Vorsicht angebracht.

Die Zahlung per Vorkasse sollte vermieden werden. Besser sei, per Rechnung, Überweisung oder Bankeinzug zu zahlen. Grundsätzlich sollte beim Bezahlvorgang auf eine verschlüsselte Übertragung der sensiblen Daten geachtet werden. Das verdeutlicht ein „s“ hinter dem „http“ in der Adressleiste des Programms, mit dem die Webseiten angezeigt werden („Browser“). Bei großen Internet-Kaufhäusern wie beispielsweise Amazon.de ist das Standard.

Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass fast jeder Kauf in Deutschland innerhalb von zwei Wochen widerrufen oder die Ware zurückgegeben werden kann.

-Wie schützen sich die Nutzer vor „Phishing“?

Betrüger nutzen Lücken in Programmen, um Daten abzufischen (engl: „phishing“). Daher sollte die Software laufend aktualisiert werden. Internetseiten, auf denen Daten eingegeben werden, sollten immer auf ihre Sicherheit überprüft werden. Ein Schlosssymbol in der Statuszeile des Browsers ist ein Indiz, dass die Daten verschlüsselt werden. Ein Klick darauf zeigt das Zertifikat; der Name der Website darin muss mit dem in der Statuszeile übereinstimmen. Außerdem muss das Zertifikat von einer anerkannten Stelle ausgestellt worden sein. Grundsätzlich gilt: Banken oder seriöse Firmen würden nie per Mail vertrauliche Informationen einfordern.

-Wie kann ich meine Kinder vor Gefahren des Netzes schützen?

Der Verein Internet-ABC rät, Kindern Grundbegriffe wie „Chatten“ und „Downloaden“ sowie technische Grundlagen zu erklären. Kinder sollten für sie konzipierte Suchmöglichkeiten nutzen, der Verein empfiehlt etwa blinde-kuh.de. Niemals sollten sie persönliche Daten und Passwörter preisgeben oder Internet-Bekanntschaften treffen. Beim ersten Chat sollten die Eltern dabei sein und dem Nachwuchs ein gesundes Misstrauen beibringen. Erwachsene Teilnehmer in Chats können sich als Gleichaltrige ausgeben und versuchen, Vertrauen zu erschleichen.

-Wie kann ich Abzocke vorbeugen?

Verbraucherschützer warnen immer wieder vor vermeintlichen Gratis-Angeboten, die sich als Kostenfalle entpuppen. Die Seite sollte daher nach Kostenhinweisen durchsucht werden, wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt. Vertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen weisen demnach auf eine vertragliche Bindung hin, die mit Kosten verbunden ist. Unseriöse Betreiber führten im Impressum meist nur ein Postfach an.

mm/ap

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