Gürtel-Attacke gegen Kippa-Träger: Täter schuldig gesprochen

Gürtel-Attacke gegen Kippa-Träger: Täter schuldig gesprochen

Schutzvereinigung prüft Schritte gegen Infineon

- München - Im Zusammenhang mit der Infineon-Affäre erwägt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) rechtliche Schritte gegen Infineon und dessen Ex-Chef Ulrich Schumacher. "Wir prüfen, ob hier Kleinanleger vorsätzlich sittenwidrig geschädigt wurden."

"Das könnte Schadenersatzansprüche gegen Infineon und Ulrich Schumacher nach sich ziehen", sagte die Münchner Anwältin Daniela Bergdolt dem Nachrichtenmagazin "Focus". Laut "Focus" sollen allein Siemens-Vorstände und Aufsichtsräte im Rahmen des Programms "Friends & Family" zum Infineon-Börsengang Aktien im Wert von 20 Millionen Euro erhalten haben. Schumacher soll nach "Focus"-Informationen samt Familie und Treuhändern über Aktien im Wert von fünf Millionen Euro verfügt haben. Schumachers Umfeld habe jedoch von einer deutlich geringeren Summe gesprochen, schreibt das Magazin.

Einem Bericht des "Spiegel" zufolge gerät der frühere Infineon- Chef wegen der Vorgänge auch durch ehemalige Aufsichtsratsmitglieder unter Druck. Demnach habe nicht der komplette 16-köpfige Aufsichtsrat entschieden, wie viele der Aktien die Vorstände über das "Friends & Family"-Programm zeichnen durften, sondern ein Unterausschuss. Über die Beschlüsse im kleinen Kreis seien die übrigen Kontrolleure auch später nicht unterrichtet worden.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" will Schumacher das Unternehmen auf die unverzügliche Zahlung seiner noch ausstehenden Abfindung verklagen. Dem Bericht zufolge soll es dabei um eine Summe von über vier Millionen Euro gehen. "Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und beharrt deshalb auf die Erfüllung der Verträge", zitiert die Zeitung einen Vertrauten des Managers. Schumacher soll teure Autos unter Wert erworben haben. Die Staatsanwaltschaft untersucht die Vorgänge. Infineon hatte deshalb die Abfindungszahlungen auf Eis gelegt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax mit zweitgrößtem Tagesverlust des Jahres
Frankfurt/Main (dpa) - Die negative Mischung aus internationalem Handelsstreit, politischer Unsicherheit in Deutschland und einem sehr schwachen New Yorker Aktienmarkt …
Dax mit zweitgrößtem Tagesverlust des Jahres
USA wollen China Käufe von Technologiefirmen verbieten
US-Präsident Donald Trump dreht im Handelsstreit mit China weiter an der Eskalationsschraube. Nach Strafzöllen könnten nun weitere Hürden folgen.
USA wollen China Käufe von Technologiefirmen verbieten
Rückruf mehrerer Produkte: Nach Verzehr drohen Gesundheitsgefahren
Wegen möglicher Gesundheitsrisiken hat ein Lebensmittelhersteller mehrere seiner Produkte zurückgerufen. Wegen überschrittener Grenzwerte können sie Sehstörungen …
Rückruf mehrerer Produkte: Nach Verzehr drohen Gesundheitsgefahren
Saarland will Standort von Tesla-Fabrik werden
Saarbrücken (dpa) - Das Saarland bringt sich als Fabrik-Standort für den Elektroauto-Hersteller Tesla ins Gespräch.
Saarland will Standort von Tesla-Fabrik werden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.