Schwacher TV-Absatz drückt Gewinn bei Philips

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Amsterdam (dpa) - Ein schwacher Absatz von Fernsehgeräten und der Zukauf mehrerer Unternehmen haben den Gewinn des niederländischen Philips-Konzerns im ersten Quartal deutlich gedrückt.

Der Elektronikriese erwirtschaftete nur noch einen Überschuss von 219 Millionen Euro, nach 875 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz stagnierte bei knapp 6 Milliarden Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) ging von 370 Millionen Euro auf 265 Millionen Euro zurück. In der Sparte Konsumelektronik, zu der die TV-Geräte zählen, schrumpfte das EBITA fast um die Hälfte von 141 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 77 Millionen Euro.

Um diese Sparte zu stärken, hat sich Philips kürzlich aus dem nordamerikanischen Markt zurückgezogen. Dort verkauft jetzt der japanische Produzent Funai gegen Lizenz TV-Geräte unter dem Namen Philips.

Die Lichttechnik ist für den Produzenten von Glüh- und Sparlampen und LED-Beleuchtung noch immer der größte und profitabelste Bereich. Allerdings kletterte das EBITA nur leicht von 186 auf jetzt 200 Millionen Euro. Auch für die Medizintechnik, von Philips selbst als wichtiger Zukunftsbereich angesehen, verbesserte sich das EBITA nur geringfügig um zwei Millionen auf 121 Millionen Euro.

Obwohl das Traditionsunternehmen mit diesen Zahlen hinter den Erwartungen blieb, zeigte sich Konzernchef Gerd Kleisterlee zuversichtlich. Zwar hätten der enttäuschende TV-Absatz, geringe Lizenzeinnahmen und Ausgaben für Zukäufe das Quartal eingetrübt, es liege aber insgesamt ein solides Ergebnis vor.

Bis 2010 sei eine EBITA-Marge von 10 bis 11 Prozent zu erwarten, sagte Kleisterlee voraus. Im Quartalsvergleich sank diese Marge von 6,2 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 4,4 Prozent.

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