Bau hat schwärzestes Jahr erst vor sich

- Berlin - Am Bau geht es weiter bergab. "Die deutsche Bauwirtschaft erlebt das schwärzeste Baujahr ihrer Nachkriegsgeschichte", heißt es im Lagebericht des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Umsätze, Auftragseingang und Beschäftigung gingen abermals deutlich zurück. Die konjunkturelle Talsohle wird nach Einschätzung des Verbandes frühestens 2004 erreicht. Eine Stabilisierung der Beschäftigung sei nicht vor 2006 zu erwarten. Verbandspräsident Ignaz Walter forderte die öffentliche Hand zu mehr Investitionen auf. Ein Aufschwung sei nur über die Bauwirtschaft zu erreichen.

<P>Walter zeichnete ein düsteres Bild seiner Branche. "Wir sind seit acht Jahren in einer riesigen Krise." In das neue Jahr ist die Bauwirtschaft mit einem dramatischen Umsatz- und Nachfrageeinbruch gestartet. "Die Bilanz für die ersten drei Monate ist katastrophal." Der Umsatz im Bauhauptgewerbe sank von Januar bis März um 12,7 Prozent (West: 11,7, Ost: 16,5), der Auftragseingang um 15 Prozent (West: 16, Ost: 11). Für das Gesamtjahr rechnet Walter mit einem Umsatzminus von sechs Prozent. Die schlechte Auftragslage führt zu einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen. 2003 werde die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe um 60 000 auf 820 000 sinken. Damit sind seit 1995 rund 600 000 Arbeitsplätze weggefallen. </P>

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