Schwarzarbeit: Zoll deckt 2229 Fälle auf

- München - Auf Baustellen in Oberbayern hat der Zoll im vergangenen Jahr in 2229 Fällen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung eingeleitet. Nach Informationen der IG Bau sind durch die Kontrollen Schäden in Höhe von rund 7,59 Millionen Euro aufgedeckt worden.

Dabei handle es sich vorwiegend um hinterzogene Steuern und nicht gezahlte Sozialabgaben. Insgesamt seien 680 Arbeitgeber betroffen.

Die Ermittlungsbilanz des Hauptzollamtes München zeige, dass illegale Praktiken keine Einzelfälle seien. Illegale Beschäftigung werde mit wachsender Raffinesse betrieben, stellt die Gewerkschaft fest.

Um die Kontrollen effektiver zu machen, forderte IG-Bau-Bezirksgeschäftsführer Gerhard Pirner die Einführung einer so genannten Baucard. Alle Beschäftigten auf dem Bau müssten mit einem elektronischen und fälschungssicheren Ausweis ausgestattet werden. Auf diese könnten vor Ort Daten wie Arbeitszeit, Verdienst und Sozialversicherungsabgaben ermittelt werden.

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