Baustelle Tesla-Werk
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Blick auf das Baugelände der Tesla-Autofabrik östlich von Berlin.

Umweltamt prüft Informationen

Schwarzbauverdacht gegen Tesla: Hat das US-Unternehmen Chemietanks ohne Genehmigungen gebaut?

  • Kathrin Reikowski
    VonKathrin Reikowski
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Hat Tesla Tanks ohne Umweltgenehmigung gebaut? Beim Bau des Werks in Potsdam stört ein neuer Verdacht die Beziehung zwischen Elon Musk und dem Landesamt für Umweltschutz.

Potsdam/Grünheide - Hat Tesla auf dem Fabrikgelände Tanks errichtet, für die wichtige Genehmigungen fehlen? Zwei Umweltverbände hatten Informationen vorgelegt, die diesen Verdacht nahelegen. Nun prüft das Landesamt für Umwelt (LfU). Die beiden Umweltverbände Nabu und Grüne Liga befürchten, wie Anwohner und Anwohnerinnen und andere Umweltschützer und Umweltschützerinnen, dass der Bau der Elektroautofabrik des US-Konzerns negative Folgen für die Umwelt haben könnte.

Am Montag war der Behörde der Verdacht vorgelegt worden, am Dienstag hatten Beamte der Baustelle einen Besuch abgestattet. Es geht um Tanks, die die Chemikalie Tetraflourpropen enthalten werden - also um Tanks für Kältemittel. Dieser Verdacht ist nur ein Problem von vielen, das den Bau der Teslafabrik in Grünheide bei Potsdam noch behindert.

Schwarzbau bei Tesla: Was ist der Unterschied zu den vorläufigen Genehmigungen?

Corona hat dafür gesorgt, dass die endgültige Genehmigung für die Fabrik noch gänzlich fehlt. Tesla baut deshalb - unter dem schillernden Tesla-Chef Elon Musk - noch mit vorläufigen Genehmigungen der Umweltschutzbehörde. Der Unterschied nun: Für die Kältemitteltanks sollen generell noch Paragraf 8a des Bundesimmissionsschutzgesetzes fehlen.

Tesla in Grünheide: Noch 2021 sollen die ersten Autos gebaut werden

Noch am Montag hatte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) gesagt, dass er noch für dieses Jahr mit dem Start der Produktion in Grünheide rechnet: „Ich habe die Hoffnung, dass das erste Auto, das vom Band läuft, das Geburtsjahr 2021 haben wird.“ Denn trotz der noch fehlenden Genehmigungen ist der Bau bereits weit fortgeschritten.

Ein klarer Zeitplan ist aber völlig offen. Im April hatte Tesla die schleppenden Genehmigungsverfahren in Deutschland kritisiert. Was die neuerlichen Vorwürfe jetzt für den Bau bedeuten, ist noch ebenso offen wie die konkreten Maßnahmen, über die die Behörde entscheiden wird. Laut dpa war Tesla für eine Stellungnahme noch nicht zu erreichen. (dpa/kat)

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