Schwarzes Jahr für Schuhhändler

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Düsseldorf (dpa) - Die Sparsamkeit der Bundesbürger und der verregnete Frühling haben den Schuhhändlern einen der dramatischsten Umsatzeinbrüche der vergangenen Jahrzehnte beschert.

Im ersten Halbjahr 2008 fielen die Erlöse der Schuhgeschäfte um rund ein Drittel auf 2,8 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei knapp 4,2 Milliarden Euro. Das teilte der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels am Donnerstag in Düsseldorf mit. "So einen Einbruch habe ich in den vergangenen 30 Jahren nur selten erlebt", sagte Verbandspräsidentin Brigitte Wischnewski vor den Schuhmessen "gds" und "Global Shoes" in Düsseldorf im September.

Zwar habe sich der Einzelhandel im Mai mit einem Plus von 22 Prozent kurzfristig erholt. Doch im Juli seien die Schuhverkäufe im Einzelhandel wieder - um etwa drei Prozent - unter dem Vorjahresniveau geblieben.

Die Bestseller in der laufenden Saison waren nach Wischnewskis Angaben vor allem Leinenschuhe, Vans oder die sogenannten Croc's, die in allen Farben an den Füßen zu sehen waren. Ballerinas liefen dagegen nicht so gut. Bei den Herren seien besonders sportliche Sneaker - und weniger die klassischen Schuhe - beliebt.

Die Schuhindustrie verzeichnete 2007 Produktionszuwächse von rund 9 Prozent. Im ersten Quartal 2008 fiel das Plus mit 0,4 Prozent aber nur mager aus. Der Umsatz der Schuhindustrie sank in den ersten drei Monaten um 0,8 Prozent auf 835 Millionen Euro. Während die Umsätze dabei im Inland um 4,3 Prozent auf 584 Millionen Euro zurückgingen, stiegen sie im Ausland um 8,5 Prozent auf 251 Millionen Euro, wie der Hauptverband der Deutschen Schuhindustrie berichtete. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einer "minimalen" Preiserhöhung für den Endkunden.

Bei den Fachmessen "gds" (12. bis 14. September) und "Global Shoes" (11. bis 13. September) zeigen rund 1220 internationale Aussteller Trends rund um Schuhe, Taschen und Accessoires.

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