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Müssen Schwarzfahrer in Zukunft mehr zahlen?

Hier schwindeln die meisten Fahrgäste

Strafe für Schwarzfahren soll erhöht werden

Düsseldorf - Schwarzfahrer kosten die Nahverkehrsbetriebe Jahr für Jahr viel Geld. Die bislang fällige Strafe von 40 Euro soll bald erhöht werden.

Die meisten Schwarzfahrer im öffentlichen Nahverkehr gibt es Duisburg. Vier Prozent der kontrollierten Fahrgäste nutzten hier 2013 Busse und Bahnen ohne Ticket. Fast genauso hoch war die Schwarzfahrerquote in Bonn, Berlin und Bielefeld. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der „Wirtschaftswoche“ unter den Nahverkehrsbetrieben der 25 größten Städte in Deutschland. Auf dem fünften Platz liegt demnach mit einem Schwarzfahreranteil von 3,3 Prozent Köln, knapp vor München und Stuttgart, die auf jeweils drei Prozent kommen. Dahinter folgen Hamburg, Wiesbaden und Bremen.

Nach Schätzungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) entgehen den Nahverkehrsunternehmen durch Schwarzfahrer jährlich bis zu 250 Millionen Euro Einnahmen. Hinzu kommen Kosten von 100 Millionen Euro für den Einsatz von Kontrolleuren.

Schwarzfahrer sollen vom kommenden Jahr an mit einem deutlich höheren Bußgeld belangt werden. Eine Bußgeld-Anhebung von 40 auf 60 Euro sei angemessen, hatte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Schleswig-Holsteins Ressortchef Reinhard Meyer (SPD), vor einigen Tagen angekündigt. „Andernfalls würden diese Kosten vollständig auf die Allgemeinheit in Form von höheren Fahrpreisen umgelegt werden.“

Das höhere Bußgeld soll einen Teil der Aufwendungen der Verkehrsunternehmen für Kontrollen ausgleichen. Die Verkehrsministerkonferenz hatte bereits im April 2013 einen einstimmigen Beschluss dazu gefasst. Nach Meyers Angaben hatte der Bund jedoch deutlich gemacht, dass er eine Initiative der Länder erwartet. Deshalb habe nun Bayern eine Bundesratsinitiative gestartet.

dpa

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