Schwere Anschuldigungen gegen Alexander Falk

- Hamburg - Im Betrugsprozess gegen den Internet-Unternehmer und Millionenerben Alexander Falk hat die Staatsanwaltschaft am zweiten Verhandlungstag schwere Vorwürfe gegen den Angeklagten erhoben. Kursmanipulation, Steuerhinterziehung und schweren Betrug legte Staatsanwalt Heyner Heyen dem 35-Jährigen vor dem Hamburger Landgericht zur Last.

In der 283 Seiten umfassenden Anklageschrift wird dem einstigen Börsenstar Falk vorgeworfen, den Umsatz seiner ehemaligen Internet-Firma Ision durch Scheingeschäfte manipuliert zu haben. Nur so habe er das Unternehmen 2001 zum Verkaufspreis von 812 Millionen Euro an die britische Energis verkaufen können. Mit Falk sitzen in dem Verfahren fünf weitere Manager auf der Anklagebank.

Falks Verteidiger gingen am Mittwoch nach der Anklageverlesung in die Offensive. Sie kündigten einen Antrag auf Haftentlassung ihres Mandanten an. Falk werde in einer rund zweistündigen Stellungnahme vor Gericht seine Freilassung aus der nunmehr 18 Monate währenden Untersuchungshaft fordern. "Es ist uns eilig, Herr Falk sitzt zu lange in Haft", sagte Verteidiger Thomas Bliwier.

Falk, der den gleichnamigen Stadtplanverlag des Vaters mit 26 Jahren verkauft hatte, galt einst als Börsenstar. Er hatte mit dem Geld aus dem Verlagsverkauf ein verschachteltes Netz von Firmen geschaffen.

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