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Die Verhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer gehen in die nächste Runde.

Wird wieder gestreikt?

Bahn und Lokführergewerkschaft verhandeln wieder

Berlin - Der jüngste Bahnstreik ist nun schon ein Vierteljahr her - aber der Tarifkonflikt ist längst nicht gelöst. Beide Seiten bewegen sich nur langsam aufeinander zu. Für Bahnkunden bleibt es spannend.

Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind am Montag in Berlin zu einer weiteren Verhandlungsrunde in ihrem zähen Tarifkonflikt zusammengekommen. GDL-Chef Claus Weselsky sagte zum Auftakt der Gespräche, eine Lösung auf dem Verhandlungsweg sei möglich. Bahn-Personalchef Ulrich Weber sagte: „Wir sind bereit, heute zu einem Ergebnis zu kommen.“ Beide Seiten hatten vorab jedoch vorsorglich schon zwei weitere Verhandlungstermine in diesem Monat vereinbart.

Weselsky warnte die Bahn vor Veränderungen am bestehenden Flächentarifvertrag für Lokführer: „An dieser Stelle ist mit uns nicht gut Kirschen essen.“ Weber will nach eigenen Worten Vorschläge machen, um weitere Berufsgruppen in das Lokführer-Tarifwerk einzufügen. „Es geht darum, die existierenden Tarifverträge zu ergänzen. Die bisherigen beschränken sich auf Lokomotivführer.“

Die GDL will unter anderem auch für Zugbegleiter, Gastronomen, Zugplaner, Lokrangierführer und Trainer Ergebnisse erzielen. Ziel der Bahn ist es, dass diese nicht dem Abschluss mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) widersprechen, mit der die Verhandlungen ebenfalls noch nicht beendet sind.

Weselsky kritisierte, beim letzten Treffen im Januar sei man hier „keinen Millimeter“ weiter gekommen: „Die Deutsche Bahn versucht, den Flächentarifvertrag zu eliminieren, den wir bereits für die Lokführer haben.“ Die Bahn konterte diesen Vorwurf mit dem Wort „Märchenstunde“.

Zur Frage möglicher neuer Streiks sagte Weselsky: „Am Ende dieses Tages werden wir entscheiden können, ob wir uns weiter mittels Arbeitskampf durchsetzen müssen oder ob wir auf dem Verhandlungswege den entscheidenden Schritt gemacht haben.“ Seit einem ersten Durchbruch Mitte Dezember sei man nicht viel weiter gekommen.

Zuvor hatte die GDL sechs Mal gestreikt. Die EVG hatte am vergangenen Freitag ihrerseits Streiks zunächst ausgeschlossen.

dpa

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