LBS schwimmt weiterhin auf Erfolgswelle

- München - Der Trend, in absehbarer Zeit in die eigenen vier Wände ziehen zu wollen, ist weiterhin ungebrochen. Dennoch wird die Bayerische Landesbausparkasse LBS ihren Rekord, den sie im vergangenen Jahr mit einem Bausparvolumen von 7,76 Milliarden Euro aufgestellt hatte, nicht wiederholen können: Das Ende der Eigenheimzulage drückt auf's Geschäft. Die Bausparsumme ist im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 17,4 Prozent auf 2,82 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte Geschäftsleitungssprecher Franz Wirnhier mit. Trotzdem befände man sich auf dem besten Weg, das drittbeste Neugeschäft seit Bestehen der LBS zu erreichen.

<P>2003 hatte die Diskussion um den Wegfall der Eigenheimzulage wegen des Vorzieheffekts einen regelrechten Ansturm auf's Bausparen ausgelöst. Allein die im vergangenen Jahr bei der LBS neu gewonnen Kunden (352 828) könnten im Münchner Olympiastadion sechs Mal für ein ausverkauftes Haus sorgen. Oder anders ausgedrückt: Die Zahl der Abschlüsse entspricht 40 Verträgen pro Stunde (an 365 Tagen, rund um die Uhr). Um die hohe Produktivität darzustellen, erklärte der LBS-Chef: "Damit ist das Neugeschäft 2003 um mehr als das Dreifache höher als das von 1985."<BR><BR>Auch das Betriebsergebnis von 67,4 Millionen Euro im Jahr 2003 werde laut Wirnhier voraussichtlich stabil bleiben. Somit stelle die LBS Bayern auch in der anhaltenden Niedrigzinsphase ihre Ertragsstärke unter Beweis.<BR><BR>Franz Wirnhier, der erst im April seinen Posten angetreten hatte, betonte zudem, dass das Wohnen im eigenen Heim eine der wichtigsten Säulen der privaten Altersvorsorge sei. Schließlich sei erwiesen, wer im Alter in den eigenen vier Wänden statt zur Miete wohnt, spare hierzulande im Schnitt 500 Euro im Monat. Außerdem biete miet- und schuldenfreies Wohnen im Alter die beste Entlastung der öffentlichen Haushalte und Rentenkassen. Daher sei es für ihn unverständlich, dass die Bundesregierung die Eigenheimzulage kippen wolle.<BR><BR>Nur wenige Stunden nach der Pressekonferenz beschloss das Kabinett in Berlin die milliardenschwere Förderung ab 2005 ersatzlos zu streichen. Wirnhier hatte zuvor entgegen den Bekundundungen der Regierung geäußert, er glaube nicht daran, dass auch nur ein einziger Euro des Gesparten in die Bildung fließe.<BR></P><P> </P>

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