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Neue Schufa-Regel: Was Verbraucher jetzt wissen sollten

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Von: Lisa Mayerhofer

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Die Schufa gibt Auskunft darüber, wie kreditwürdig eine Person ist. Nun steht die Schufa vor einem Wandel.
Die Schufa gibt Auskunft darüber, wie kreditwürdig eine Person ist. Nun steht die Schufa vor einem Wandel. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Schufa gibt Auskunft darüber, wie kreditwürdig eine Person ist. Nun steht die Schufa vor einem Wandel - und ändert auch eine wichtige Regel zur Berechnung der Kreditwürdigkeit.

Wiesbaden - Die Schufa steht schon länger in der Kritik: Im Februar forderte Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne) mehr Transparenz bei der Wirtschaftsauskunftei: „Wichtig für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist vor allem, dass die Schufa transparenter wird“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Dies hatte der Vorstand schon seit längerem angekündigt.“

Die Schufa steht vor einem Wandel

Die Schufa sammelt Informationen über Privatpersonen und Unternehmen. Auf deren Basis gibt sie Einschätzungen zu deren Kreditwürdigkeit ab. Dies funktioniert nach dem Schufa-Score, der im Optimalfall bei über 97,5 Prozent liegen sollte.

Wer einen schlechten Schufa-Score hat, der bekommt große Probleme, wenn er ein Darlehen oder einen neuen Kaufvertrag abschließen möchte. Aktuell hat die Schufa Daten von 68 Millionen Deutschen gespeichert - wie etwa Handyverträge oder Kredite. Die Wirtschaftsauskunftei steht kurz vor einem Verkauf an einen schwedischen Investor.

In diesem Zusammenhang verspricht die Schufa auch mehr Transparenz. Wie die Auskunftei aber den Score, also die Kreditwürdigkeit, genau ausrechnet, will sie nicht verraten. Nur einmal im Jahr darf man anfragen, welche Daten die Schufa über einen gespeichert hat. Dies wird von Verbraucherschützern kritisiert. Sie fordern mehr Auskünfte für Bürger über deren Schufa-Score, da er ihr Leben erheblich beeinflussen kann.

Neue Schufa-Regel für Handybesitzer

Immerhin ändert sich nun eine wichtige Regel: So verzichtet die Schufa in Zukunft darauf, sogenannte Positivdaten bei Handyverträgen in ihren Bonitätsbewertungen aufzunehmen. Das gab die Auskunftei vergangenen Freitag bekannt. Dahinter steckt, dass das mehrfache Wechseln des Handyanbieters von der Schufa als Indiz für eventuelle Zahlungsschwierigkeiten gewertet werden konnte, erklärt die Bild.

Auch der Besitz von mehreren Handyverträgen gleichzeitig wirkt sich nicht mehr negativ auf den Schufa-Score aus. Nur wer nach wiederholter Mahnung seine Handy-Rechnung nicht zahlt, muss mit einer negativen Bewertung rechnen. Das bedeutet, dass sich für Millionen Handybesitzer, die aus Spargründen öfter den Vertrag wechseln oder mehrere Verträge besitzen, der Schufa-Score verbessert. Mit Material der dpa

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