+
Vorstandschef Michael Kemmer kündigte Bonuszahlungen für BayernLB-Mitarbeiter an.

Seehofer: Keine Bonuszahlungen bei BayernLB

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sagt, Bonuszahlungen für Angestellte der BayernLB werde es nicht geben. Michael Kemmer, Vorstandschef der BayernLB, kündigte am Dienstag Boni an.

Lesen Sie dazu auch:

Mitarbeiter sollen Boni erhalten

BayernLB erwirtschaftet positives Ergebnis

Der Streit um Boni bei der angeschlagenen BayernLB ist voll entbrannt.Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) lehnt Bonuszahlungen für die BayernLB-Mitarbeiter für dieses Jahr kategorisch ab. “Das ist keine gute Idee“, sagte Seehofer am Mittwoch in München. “Es gibt auf keinen Fall Boni.“ Am Dienstag war bekannt geworden, dass BayernLB-Chef Michael Kemmer nach dem Milliardenverlust im vergangenen Jahr für 2009 bereits wieder Bonuszahlungen an verdiente Mitarbeiter erwägt. Seine Äußerungen stießen auf scharfe Kritik.

Die höchsten Managergehälter

Die höchsten Manager-Abfindungen

Parteiübergreifend warfen Politiker Kemmer vor, dass die Diskussion nach den staatlichen Milliarden-Hilfen für die BayernLB zur Unzeit komme. Auch der Bund der Steuerzahler (BdSt) in Bayern reagierte empört. “Es kann nicht angehen, dass die Steuerzahler für das Missmanagement der Vergangenheit gerade stehen und nun mit ihrem Geld auch noch hohe Boni gezahlt werden, womöglich an die selben Personen, die das Desaster verursacht haben“, sagte Michael Jäger vom BdSt der “Berliner Zeitung“ (Mittwoch).

Kemmer verteidigte dagegen seine Haltung. Er glaube nach wie vor, dass ein variabler Bestandteil des Gehaltes sinnvoll sei, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Von Boni wollte er dabei allerdings nicht sprechen. “Wir sprechen nur davon, dass wir von den Mitarbeitern ordentliche Leistungen verlangen und dass wir als Bank den Mitarbeitern ein adäquates Gehalt geben müssen“, erklärte Kemmer.

Fahrenschon: Keine neuen Risiken

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) hat Befürchtungen der Opposition vor neuen Milliarden-Risiken bei der Landesbank entschieden zurückgewiesen. “Es gibt keine neuen Risiken, es wurden auch keine alten Risiken erst jetzt entdeckt“, sagte Fahrenschon, der Chef des BayernLB-Verwaltungsrats ist, am Mittwoch in einer Sondersitzung der BayernLB-Kontrollkommission des Landtags in München.

Es seien lediglich, wie lange geplant und bekanntgegeben, Risiken in eine sogenannte Restrukturierungseinheit ausgegliedert worden. Fahrenschon betonte gleichwohl, man sei mit der BayernLB “noch nicht über dem Berg“. Für Ende dieses und Anfang nächsten Jahres könne man neue Kreditausfälle und Abschreibungsbedarf nicht ausschließen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenschluss doch noch der Mut verlassen. Ungeachtet neuer Rekorde an den US-Börsen gab der Dax …
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Madrid (dpa) - Seit der Zuspitzung der Katalonien-Krise Anfang Oktober haben 1185 Unternehmen ihren rechtlichen Sitz in andere spanische Regionen verlegt. Diese Zahl …
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen
Nach der Vereinbarung mit Lufthansa wird die Zeit für den Verkauf der übrigen Air-Berlin-Teile knapp. Mit Easyjet wurde die insolvente Fluggesellschaft bislang nicht …
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen
Fraport testet Roboter-Shuttles am Frankfurter Flughafen
Frankfurt/Main (dpa) - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und die Wiesbadener Versicherung R+V testen den Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge unter realen …
Fraport testet Roboter-Shuttles am Frankfurter Flughafen

Kommentare