Seehofer: Klare Trennung bei Bankgeschäften

München - Das in die Kritik geratene Investment-Banking soll vom klassischen Bankgeschäft getrennt werden - das fordern Bayerns Ministerpräsident Seehofer und der Sparkassenpräsident Haasis.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat in der Diskussion um eine Trennung von Privatkundengeschäft und Investmentbanking bei den deutschen Banken Rückendeckung von Sparkassenpräsident Heinrich Haasis bekommen. Haasis sagte am Dienstagabend im Bayerischen Fernsehen: “Es ist schon überlegenswert, das zu trennen, damit die Sparguthaben der Bürger nicht eingesetzt werden können für Wetten in der Finanzwelt.“

Seehofer hatte sich am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München für eine Abtrennung des Investment-Bankings ausgesprochen. Er befürworte eine “klare Trennung“ zwischen Investment-Banking und klassischem Bankgeschäft. Für beide Bereiche sollten nach seinen Vorstellungen unterschiedlich scharfe Regeln gelten.

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt hatte sich von Seehofer distanziert. Deutschland habe mit den Universalbanken durchaus gute Erfahrungen gemacht. Zwar sei der Ansatz einer Abtrennung diskussionswürdig, sie glaube jedoch, dass es vernünftig sei, innerhalb der Banken eine stärkere Trennung zwischen Investmentbanking und anderen Geschäftsbankenbereichen zu machen.

dpa

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