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Seehofer lässt sich von einer Rosenthal-Mitarbeiterin Teller zeigen.

Seehofer: Rosenthal-Verkauf in greifbarer Nähe

Speichersdorf - Der Verkauf der insolventen Rosenthal AG ist nach Angaben von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in greifbare Nähe gerückt.

Bei einem Besuch im Rosenthal-Werk Speichersdorf (Landkreis Bayreuth) sagte Seehofer am Freitag dem Porzellanhersteller die volle Unterstützung der Staatsregierung zu. "Wenn die Finanzierung steht, werden wir Rosenthal mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, um so viele Arbeitsplätze wie möglich in Oberfranken zu halten", betonte der Ministerpräsident.

Seehofer wies darauf hin, dass nach EU-Recht eine Unterstützung durch die Bayerische Landesbank nur möglich sei, wenn sich auch eine private Bank an der Finanzierung beteilige. Ein Kredit, im Gespräch sind 20 Millionen Euro, soll über eine Bürgschaft des Freistaats abgesichert werden.

Wenn die Finanzierung steht und ein zukunftsfähiges Konzept vorliegt, werde die Staatsregierung ferner notwendige Investitionen aus Mitteln der Regionalförderung unterstützen. "Wir werden dabei bis an die Grenzen der staatlichen Möglichkeiten gehen", erklärte der Ministerpräsident nach einer Besichtigung des Werkes.

Eine Mitarbeiterin von Insolvenzverwalter Volker Böhm sagte, die Verhandlungen mit den potenziellen Käufern und den Banken seien in die entscheidende Phase getreten. Der Hauptgläubiger, die Bank of America, hat für einen Abschluss eine Frist bis Ende Juli gesetzt. Als Favorit gelte nach wie vor der italienische Topf- und Besteckhersteller Sambonet Paderno.

Auch die notwendige Restrukturierung des operativen Geschäfts sei weit fortgeschritten. "Rosenthal ist im Kern gesund und ohne Zweifel fortführungsfähig- und würdig", erklärte Susi Böhm.

dpa

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