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Die Sonnenstrahlung wird zu Strom. Selbst Kleinanlagen fürs eigene Hausdach bringen mittlerweile dank fallender Preise eine attraktive Rendite.

Fotovoltaik

Selbstverbrauchter Strom bringt Geld

Es gibt noch genug Dächer, die ungenutzt brachliegen. Dabei ist eine Fotovoltaikanlage trotz sinkender Vergütung so rentabel wie nie zuvor. Sieben Prozent Rendite im Jahr sind möglich.

Für Sonnenenergie gibt es immer weniger Geld. Wer heute noch baut, bekommt (bei einer kleinen Anlage) pro Kilowattstunde 43,01 Euro – und dies 20 Jahre lang. Wer noch ein Jahr wartet, bekommt voraussichtlich 39,75 Euro, und wer sich bis 2012 Zeit lässt, muss sich wohl mit 32,77 Euro zufriedengeben. Das ganze hat einen Sinn: Die Politik betrachtet die den Stromversorgern aufgebürdeten Entgelte als Anschubfinanzierung – um über hohe Stückzahlen die Preise der Anlagen fallen zu lassen.

Attraktiv wie nie

Bislang ist das Konzept aufgegangen – sogar besser als erwartet. „Noch nie war der Kauf einer Solaranlage so attraktiv wie heute“, urteilt die Stiftung Warentest in der jüngsten Ausgabe von „Finanztest“. Grund dafür: Ein Preisrutsch hat die Kosten für die Anlage um 10 bis 20 Prozent gesenkt. Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis für Neuanlagen der nächsten Jahre so günstig bleibt, ist allerdings nicht garantiert.

Selbst verbrauchen

Dabei gibt es für Betreiber eine erfreuliche Neuerung: Bislang war es wegen der Vergütung sinnvoll, den gesamten Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen und den gesamten eigenen Strombedarf aus diesem Netz zu holen. Jetzt kann es auch sinnvoll sein, den selbsterzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Denn dafür müssen die Netzbetreiber ebenfalls zahlen. Da bekommt der Solarkraftwerksbetreiber immer noch 25,01 Cent pro Kilowattstunde. Auch dieser Preis ist für Anlagen, die heuer ihren Betrieb aufnehmen, 20 Jahre lang garantiert. Aus Steuergründen lohnt sich der Eigenverbrauch laut „Finanztest“ ab einem Stromtarif von 21,42 Cent/Kilowattstunde (kWh).

Das Erfreuliche dabei: Man kann bei derzeit günstigeren Stromkosten noch abwarten und dann auf eigenen Sonnenstrom umsteigen, wenn es sich wegen steigender Preise lohnt.

Preise gefallen

Am teuersten sind bei der Investition die Solarmodule. Dazu kommen der Preis für die Dachkonstruktion, die Arbeitskosten und der Wechselrichter, der den Gleichstrom, den die Module liefern, in Wechselstrom umwandelt, wie er für die Einspeisung gebraucht wird.

Die Dimension einer Anlage wird in der möglichen Spitzenleistung angegeben. Die Einheit ist ein Kilowatt peek (kWp). Die Kosten sind mittlerweile im Schnitt auf 3620 Euro pro kWp gefallen. Bei Kleinanlagen unter 5 kWp bieten mittlerweile viele Anbieter einen Komplettpreis von 4000 Euro pro kWp.

Allerdings ist es mit der Anschaffung nicht getan. Experten empfehlen, mit jährlichen Betriebskosten von 1,0 bis 1,5 Prozent der Anschaffungskosten zu rechnen: Wartung, Rücklagen für Reparaturen, Versicherungsbeiträge (Feuer, Sturm, Hagel, evtl. Haftpflicht).

Die Einnahmen

Was davon wieder hereinkommt, ist wetterabhängig. Solaranlagen liefern zwar weniger, wenn die Sonne hinter Wolken verborgen bleibt. Doch auch dann fließt Strom. Die Stiftung Warentest errechnete bei Anlagen zwischen 3000 und 4000 Euro pro kWp und einem jährlichen Stromertrag zwischen 700 und 1000 kWh eine Vorsteuerrendite zwischen 2,60 und 11,89 Prozent. Eine Anlage für 4000 Euro pro kWp und einem durchschnittlichen Ertrag von 850 kWh kommt auf 5,10 Prozent. Nutzt man die Hälfte des Stroms für Eigenverbrauch und kalkuliert bei den eingesparten Stromkosten mit einer durchschnittlichen Strompreiserhöhung von drei Prozent im Jahr , liegt die Rendite einen Prozentpunkt höher.

Geld vom Staat

Zwar gibt es für Fotovoltaikanlagen staatliche Förderdarlehen von der KfW. Doch man sollte sich davon nicht zuviel erwarten. Je nach Risikoeinschätzung der Hausbank liegen die Zinsen zwischen 4,11 und 7,16 Prozent. Ein Vergleich von „Finanztest“ ergab: Die Umweltbank verlangte für den gleichen Kredit effektiv 4,53 Prozent.

mm

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