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Wegen der Anzeichen für eine Rezession in der Eurozone wird der Leitzins auf 3,25 Prozent gesenkt.

EZB senkt wegen Wirtschaftskrise Leitzins auf 3,25 Prozent

Frankfurt/Main - Wegen der Wirtschaftskrise hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euro-Raum zum zweiten Mal in Folge drastisch gesenkt.

Der Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld sinkt in den 15 Euro-Ländern von 3,75 auf 3,25 Prozent, wie die EZB am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mitteilte.

Anfang Oktober hatte die EZB in einer gemeinsamen Aktion mit anderen Notenbanken erstmals seit Jahren den Leitzins nach unten genommen. Grund sind die Folgen der Finanzmarktkrise und Rezessionsängste. Zudem schwinden wegen sinkender Ölpreise und der schwächeren Konjunktur die Inflationsgefahren, wegen der die EZB noch im Juli den Zins angehoben hatte.

Der Zins ist damit so niedrig wie zuletzt vor zwei Jahren. Er liegt aber immer noch weit über dem Niveau in den USA - dem Ausgangspunkt der weltweiten Immobilien- und Finanzkrise - mit inzwischen 1,0 Prozent. Volkswirte erwarten daher in Europa weiter fallende Zinsen. Schon im Dezember könnte der nächste Schritt anstehen. Mit Spannung werden die Äußerungen von EZB-Präsident Jean- Claude Trichet über den weiteren Kurs der Notenbank auf einer Pressekonferenz am Nachmittag in Frankfurt erwartet.

Die britische Notenbank senkte am Donnerstag ihren Leitzins überraschend deutlich um 1,50 Prozentpunkte auf 3,00 Prozent. Niedrigere Zinsen verbilligen Kredite für Unternehmen und Verbraucher und können somit die Wirtschaft ankurbeln.

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