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In unserer neuen Strecke verraten wir Ihnen, wie Sie bis zum Jahreswechsel Geld sparen können.

Serie: So können Sie bis zum Jahreswechsel Geld sparen

München - In den kommenden Wochen kann man noch so einiges in die Wege leiten, um Geld zu sparen oder gar zu vermehren und sich Vorteile zu sichern. In unserer Serie lesen Sie, was bis Jahresende erledigt sein sollte.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Lesen Sie den 1. Teil der Serie:

Das sollten Sie bis Silvester erledigen

„Haushaltsnah“ sind Dienstleistungen von Malermeistern, Fensterputzern oder Gärtnern im oder am eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Wer solche Dienste noch bis Ende 2009 in Anspruch nimmt und bezahlt, dem werden bis zu 4000 Euro unmittelbar von der Steuerschuld abgezogen. Bedingung: Ausgaben von mindestens 20 000 Euro – und unbare Zahlung! Zudem muss der Auftragnehmer damit rechnen, dass in seiner Finanzamtsakte eine Kontrollmitteilung über den erhaltenen Betrag landet.

Haushaltshilfen

Im Unterschied zu den „haushaltsnahen Dienstleistungen“ handelt es sich hier um Privatpersonen, die für Ordnung und Sauberkeit in Wohnungen und Häusern sorgen. Oft arbeiten sie auf 400-Euro-Basis. Soll dieser Status nicht verloren gehen, aber trotzdem Weihnachtsgeld gezahlt werden, so empfiehlt es sich, den Monatsverdienst so auszurichten, dass er – inklusive der Sonderzuwendung – im ganzen Jahr die Summe von 4800 Euro nicht übersteigt.

Kindergeld

Für volljährige Kinder steht Kindergeld unter anderem nur dann zu, wenn sie sich in der Berufsausbildung befinden. Das kann ein normales Ausbildungsverhältnis, aber auch ein Studium sein. Bedingung: Das Einkommen des Kindes darf 7680 Euro im Jahr nicht übersteigen (zuvor gemindert um besondere Ausbildungskosten, steuerliche Werbungskosten, Sozialversicherungsbeiträge, gegebenenfalls Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung). Auch nur ein Euro mehr als 7680 Euro in 2009 beendet den Kindergeldanspruch rückwirkend zum 1. Januar 2009 – mit der Rückforderung durch die Familienkasse.

Für Kinder, deren Einkünfte bedrohlich in die Nähe des „unschädlichen“ Einkommensbetrages kommen, kann es sich lohnen, zusätzliche ausbildungsbedingte Aufwendungen zu tätigen, etwa für Fachbücher oder einen PC für den Nebenjob. Und nicht zu vergessen: Auch die Fahrten zur Berufsschule beziehungsweise zur Universität mindern das maßgebende Einkommen (im Regelfall 30 Cent pro gefahrenen Kilometer).

Rentenbeiträge

Beiträge freiwillig Rentenversicherter für das laufende Jahr müssen nicht unbedingt bis zum 31. Dezember 2009 auf dem Konto der gesetzlichen Rentenversicherer eingegangen sein. Es genügt, wenn dies bis zum 31. März für das Vorjahr geschieht. Allerdings: Tritt zwischenzeitlich der „Versicherungsfall“ ein (Beispiel: eine Erwerbsminderung), so wird die Rente nur aus den bis dahin entrichteten Beiträgen berechnet. Deshalb: Eine frühzeitige Beitragszahlung empfiehlt sich. Der für 2009 (in Ost und West maßgebende) Mindestbeitrag macht 79,60 Euro monatlich aus, der höchste 1074,60 Euro.

Resturlaub

Wer seinen Jahresurlaub 2009 noch nicht (voll) genommen hat, der sollte sich sputen: Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr. Mit dem Arbeitgeber kann zwar eine Übertragung in das Jahr 2010 vereinbart werden. Doch muss er darauf nur unter Bedingungen eingehen, etwa weil sein Arbeitnehmer wegen einer Krankheit seinen Erholungsurlaub nicht nehmen konnte oder weil der Chef wegen unverhoffter Aufträge eine Urlaubssperre verhängt hatte. Im Grundsatz müsste also der Urlaub bis spätestens Ende Dezember 2009 „genommen“, nicht nur „angetreten“ sein. Im öffentlichen Dienst sowie in manchen Tarifverträgen gelten günstigere Regelungen.

Riester-Rente

Rentenpflichtversicherte oder Ehepartner einer/eines Rentenpflichtversicherten können über eine private Rentenversicherung, einen Fonds- oder Banksparplan bzw. eine betriebliche Altersvorsorge sowie einen Bausparvertrag „riestern“. Entsprechendes gilt für Beamte. Sobald sie für das Jahr 2009 vier Prozent ihrer Vorjahresbezüge auf einen solchen Vertrag eingezahlt haben, steht ihnen die maximale staatliche Zulage von 154 Euro plus 185 Euro für jedes Kind zu (für seit 2008 geborene Kinder je 300 Euro).

Unter 25-Jährige bekommen einen 200-Euro-Startbonus. Die Höchsteinzahlung beträgt 2100 Euro im Jahr. Das Finanzamt prüft im Jahresausgleich, ob die Berücksichtigung der Beiträge als Sonderausgabe eine höhere Vergünstigung bringt als die Staatszulagen. – Auch wichtig: Sollte für das Jahr 2007 die Zulage noch nicht beantragt worden sein, so ist dafür noch bis Silvester 2009 Zeit. Zugleich kann ein „Dauerzulagenantrag“ gestellt werden. Die Bank oder Versicherung erledigt die Antragstellung dann künftig automatisch.“

von Wolfgang Büser

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