BMW setzt Rekordjagd auch 2006 fort

Minus nur beim Mini: - München - Immer wieder schien es, das Jahr 2006 laufe nicht richtig rund bei BMW; am Ende wurde zusammengerechnet und heraus kam das übliche Bild: Mehr Autos verkauft, mehr Motorräder, mehr Kredite, damit mehr umgesetzt und am Ende mehr verdient.

Dabei ist der Ergebniszuwachs nicht ganz so gut ausgefallen, wie es die nackten Zahlen erscheinen lassen: In einem Plus von 25,5 Prozent auf 4,124 Milliarden Euro (vor Steuern) steckt ein Buchgewinn aus der Abwicklung einer Umtauschanleihe am Triebswerkshersteller Rolls-Royce plc. Ohne diesen Sondereffekt erhöhte sich das Vorsteuerergebnis um drei Prozent.

Unter dem Strich bleibt ein Ergebnis von 2,874 Milliarden Euro oder 4,38 Euro je Stammaktie (Vorzugsaktie 4,40 Euro). Am Gewinn sollen die Aktionäre auch mit einer höheren Dividende teilhaben: 70 Cent, für die Stammaktie und 72 je Vorzugsaktie sind vorgeschlagen. Im Vorjahr waren es 64 (66 Cent). Dies dürfte vor allem auch die 106 575 Mitarbeiter freuen. Denn an der Dividende orientiert sich auch ihre Erfolgsbeteiligung.

Ein Minus verzeichnete lediglich der Mini: Statt 200 119 Stück der britischen Flitzer wurden lediglich 186 674 verkauft. Das aber lag daran, dass das ursprünglich für 100 000 bis 150 000 Autos im Jahr ausgelegte Werk ausgebaut wurde. Das Minus wurde durch das Plus bei der Marke BMW von 5,1 Prozent auf 1 179 317 mehr als ausgeglichen. Und für 2007 soll der Rekord von 2005 auch bei Mini fallen. Selbst Rolls-Royce nähert sich mit 847 Fahrzeugen (Vorjahr 692) der Zielmarke von 1000 Stück im Jahr. Erstmals in der Geschichte wurden 2006 mehr als 100 000 BMW-Motorräder ausgeliefert. Genau waren es 100 054 (97 474).

Da immer mehr Käufer ihre Fahrzeuge über BMW finanzieren legte dieser Bereich besonders stark zu. Der Umsatz mit Finanzdienstleistungen stieg um 17,8 Prozent auf 11,079 Milliarden Euro, das Segmentergebnis um 13,2 Prozent auf 685 Millionen Euro.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax kaum verändert - Anleger entscheiden sich fürs Abwarten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind auch in Deckung geblieben. Der hiesige Leitindex Dax stand 0,20 Prozent tiefer bei 12 535,70 Punkten, …
Dax kaum verändert - Anleger entscheiden sich fürs Abwarten
Krise bei Thyssenkrupp: Wachsende Angst vor Zerschlagung
Essen (dpa) - In der Führungskrise bei Thyssenkrupp wächst die Angst vor einer Zerschlagung des Konzerns. Dazu dürfe es nicht kommen, forderte Gesamtbetriebsratschef …
Krise bei Thyssenkrupp: Wachsende Angst vor Zerschlagung
Obstbauern freuen sich über warmen Sommer
Während viele Landwirte über Trockenheit klagen, ist das Sommerwetter für manche Obstbauern in Norddeutschland gerade richtig. Die Ernte ist gut, aber außergewöhnlich …
Obstbauern freuen sich über warmen Sommer
EU und Japan wollen Freihandelsabkommen besiegeln
Tokio (dpa) - Die Europäische Union will heute mit Japan ihr bislang größtes Freihandelsabkommen abschließen. Der seit 2013 vorbereitete Pakt soll Zölle und andere …
EU und Japan wollen Freihandelsabkommen besiegeln

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.