BMW verschärft Sparkurs

München/Stuttgart - Der Münchener Automobilkonzern BMW will seine Sparanstrengungen verstärken und damit seine mittelfristigen Renditeziele sichern.

“Wir werden das im Herbst 2007 genannte Ziel, unsere Kosten bis 2012 um mehr als sechs Milliarden Euro zu senken, übererfüllen“, sagte Finanzvorstand Friedrich Eichiner dem Magazin “Auto Motor und Sport“. “Wenn ich “deutlich“ sage, meine ich mehr als zehn Prozent.“ Dies sei auch notwendig, um die geplante Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent im Jahr 2012 zu erreichen.

Zusammenarbeit mit Daimler nicht gescheitert

Der Münchener Konzern wies dem Magazin gegenüber Medienberichte zurück, eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Konkurrenten Daimler sei gescheitert. Nach gemeinsamen Entwicklungsanstrengungen bei der Hybridtechnik und dem gemeinsamen Einkauf nicht markenprägender Komponenten denke man nun über eine Zusammenarbeit bei der Logistik nach, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson dem Magazin. Besonders beim Überseetransport, etwa aus den Werken in Südafrika, könnte sich dem Bericht zufolge eine solche Kooperation lohnen.

Durch die Ausweitung der Zusammenarbeit könnten die Unternehmen Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielen, fügte Finanzvorstand Eichiner hinzu. Der Manager bekräftigte frühere Aussagen, dass BMW bei einem Absatzrückgang von 10 bis 15 Prozent in diesem Jahr noch schwarze Zahlen schreiben könnte. Nach einem Dreivierteljahr lagen die Verkäufe konzernweit knapp 16 Prozent unter dem Vorjahr. Die Münchener steuerten im bisherigen Jahresverlauf im Vergleich zum Stuttgarter Wettbewerber Daimler besser durch die Krise.

Der neue BMW Vision EfficientDynamics

Der neue BMW Vision EfficientDynamics

Im zweiten Quartal kehrte BMW in die Gewinnzone zurück, so dass nach sechs Monaten nur noch ein Fehlbetrag von 31 Millionen Euro in den Büchern stand. Im September war der Absatz von BMW erstmals in diesem Jahr auch wieder leicht gestiegen. Die Verkäufe zogen im Vergleich zum Vorjahresmonat weltweit um 0,7 Prozent auf 122 354 BMW, Mini und Rolls-Royce an. Robertson versprach für den restlichen Jahresverlauf ebenfalls leichte Zuwächse. “Die Chancen stehen gut, dass wir dieses Jahr trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem moderaten Absatzrückgang von nur 10 bis 15 Prozent gegenüber 2008 abschließen können.“

Dabei hat der Konzern das Plus im September ausschließlich der britischen Tochtermarke Mini zu verdanken. Im September wurden 24 759 Mini ausgeliefert, 9,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei der Kernmarke BMW ging der Absatz dagegen um 1,2 Prozent auf 97 545 Stück zurück. Die drastische Talfahrt der vergangenen Monate konnte damit aber gestoppt werden. In den ersten neun Monaten 2009 lagen die Verkäufe von BMW knapp 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden weltweit 939 554 Autos ausgeliefert. dpa dct mf yyfx z2 so

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