Sieben Regeln für den Online-Kauf

München - Der Einkauf im Internet wird immer beliebter. Allein in diesem Jahr werden die Verbraucher voraussichtlich die Rekordsumme von 16,8 Milliarden Euro für Online-Einkäufe ausgeben. Doch gilt es auch dabei, sich umsichtig zu verhalten.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels legt den Verbrauchern "Sieben Goldene Regeln" für Internet-Shopper ans Herz, damit der Spaß beim Einkauf ungetrübt bleibt:

Regel 1:

Wählen Sie sichere Passwörter und geben Sie diese niemals an Dritte weiter. Als ideal gilt eine Länge von mindestens acht Zeichen, am besten eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Wählen Sie keine Namen oder Begriffe, die einen engen Bezug zu Ihrer Person haben und somit leicht zu erraten sind. Nutzen Sie verschiedene Passwörter für unterschiedliche Internet-Anwendungen.

Regel 2:

Achten Sie auf technische Sicherheit bei der Datenübertragung. Anbieter sollten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Erkennbar ist dies in der Regel an dem Kürzel https:// in der Adresszeile des Browsers und weiteren visuellen Hinweisen wie zum Beispiel einem kleinen Schloss-Symbol in der unteren Browserleiste.

Regel 3:

Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters. Informieren Sie sich so gut es geht über den Verkäufer. Vergewissern Sie sich, dass beispielsweise Identität und Anschrift des Anbieters, Garantie- und Gewährleistungsbedingungen sowie Rückgabe- beziehungsweise Widerrufsrecht leicht auffindbar und verständlich sind. Hilfreich bei der Einschätzung des Anbieters können auch Bewertungsprofile, wie sie bei Online-Auktionen üblich sind, oder Gütesiegel sein.

Regel 4:

Lesen Sie vor dem Kauf die Beschreibung des Artikels genau und vollständig durch und prüfen Sie die Bilder der Ware sorgfältig. Achten Sie auch auf die Lieferbedingungen und Versandkosten. Unklarheiten sollten vor dem Kauf mit dem Verkäufer geklärt werden.

Regel 5:

Wählen Sie sichere Zahlungsmethoden. Dazu gehören beispielsweise die Zahlung per Rechnung und der Bankeinzug. Auch mit der Nutzung eines Treuhandservice oder eines Online-Zahlungsservice, wie zum Beispiel PayPal, wird ein hohes Maß an Sicherheit erreicht. Tätigen Sie niemals einen Online-Kauf, bei dem der Verkäufer auf einen Bargeld-Transferservice als Zahlungsmethode besteht.

Regel 6:

Achten Sie auf Ihr Widerrufsrecht bei gewerblichen Anbietern. Nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge kann ein Kaufvertrag, der zwischen einem gewerblichen Händler mit einem Verbraucher geschlossen wird, innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen und der gekaufte Artikel wieder zurückgesandt werden.

Regel 7:

Schützen Sie sich vor gefälschten E-Mails (Phishing). Misstrauen ist angebracht, wenn Sie per E-Mail aufgefordert werden, vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen über einen Link oder ein Formular einzugeben.

Auch wenn solche E-Mails vertrauenswürdig aussehen, sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht. Seriöse Unternehmen fragen solche Daten niemals per E-Mail, über einen Link oder ein Formular ab.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Münchner Aldi-Mitarbeiterin packt aus: So hart ist die Arbeit an der Kasse
Jeder Einkauf im Discounter endet an der Kasse. Aber wie gut werden die Kassierer eigentlich behandelt? Eine Aldi-Süd-Mitarbeiterin hat nun Auskunft gegeben.
Münchner Aldi-Mitarbeiterin packt aus: So hart ist die Arbeit an der Kasse
Dax legt im späten Handel deutlich zu und schließt im Plus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag nach einem lange richtungslosen Verlauf im späten Handel deutlich angezogen. Als Kursstützen sah Analyst Michael Hewson …
Dax legt im späten Handel deutlich zu und schließt im Plus
Paris: USA verweigern Ausnahmen von Iran-Sanktionen für EU-Unternehmen
Nach Angaben aus Paris wird es keine Ausnahmen für deutsche und andere europäische Unternehmen von den US-Sanktionen gegen den Iran geben
Paris: USA verweigern Ausnahmen von Iran-Sanktionen für EU-Unternehmen
Alstom-Eigentümer stimmen für Zug-Allianz mit Siemens
Die deutsch-französische Zug-Ehe nimmt die nächste Hürde: Die Aktionäre des TGV-Herstellers Alstom stimmen der Fusion mit der Siemens-Zugsparte zu. Ein wichtiges Ja …
Alstom-Eigentümer stimmen für Zug-Allianz mit Siemens

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.