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Übernimmt Siemens unter Vorstandschef Joe Kaeser die Energiesparte des französischen Alstom-Konzerns?

Milliarden-Offerte

Siemens-Angebot für Alstom: Zwei Japaner dabei

München - Siemens steht im Tauziehen um Alstom weitere Hilfe aus Japan zur Seite. Neben Mitsubishi Heavy Industries ist auch dessen Partner Hitachi mit im Boot. Die Unternehmen erwägen angeblich, den Franzosen umgerechnet mehr als sieben Milliarden Euro anzubieten.

Beim Bietergefecht um den französischen Industriekonzern Alstom steht Siemens ein weiteres japanisches Unternehmen zur Seite: Neben Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ist auch die Hitachi-Gruppe an dem geplanten Angebot beteiligt, wie der Chef der Hitachi-Energiesparte, Katsumi Nagasawa, am Donnerstag in Tokio der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg sagte. Der Plan sei eine „gute Sache“ für Hitachi.

Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete über ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem sich Mitsubishi zu 65 Prozent und Hitachi zu 35 Prozent beteiligten.

Die beiden japanischen Konzerne betreiben bereits seit Jahresbeginn ein Joint-Venture, in das sie ihre Geschäfte unter anderem mit Gas- und Dampfturbinen eingebracht haben. Laut „Nikkei“ wollen die beiden Partnerkonzerne die Dampfturbinen-Sparte von Alstom übernehmen. Das Geschäft mit Stromnetzen von Alstom sei dabei nicht Teil der Planung, hieß es. Gespräche zwischen Siemens und Mitsubishi Heavy Industries waren am Mittwoch bekannt geworden. Die Unternehmen wollen bis zum Montag entscheiden, ob sie dem französischen Konzern ein Angebot vorlegen.

Siemens liefert sich seit Ende April mit dem US-Rivalen General Electric ein Tauziehen um Alstom. Das von Siemens und MHI erwogene Angebot beläuft sich der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ zufolge auf umgerechnet 7,2 Milliarden Euro (eine Billion Yen). Der US-Konzern hatte bereits ein Gebot abgegeben und inzwischen nachgebessert. Bisher wollen die Amerikaner für die Energiesparte der Franzosen gut 12 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Der Verwaltungsrat von Alstom hat sich schon für dieses Angebot ausgesprochen, gewährte Siemens aber bis Montag eine Frist für eine eigene Offerte.

dpa

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