Siemens hat angeblich Partner für Handys

- München - Siemens hat angeblich einen Partner für seine verlustreiche Handy-Sparte mit 10 000 Mitarbeitern gefunden. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete, wird Siemens morgen die Gründung eines Joint Ventures mit einem asiatischen Hersteller bekannt geben. Heute berate der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung über den Stand der Dinge, zitiert die Zeitung einen Siemens-Sprecher.

Die IG Metall begrüßte, dass die "unwürdige Hängepartie" nun ein Ende habe. Die monatelange Suche nach einem Partner sei "ein Desaster für die Motivation der Beschäftigten gewesen", sagte ein Gewerkschaftssprecher.<BR><BR>Das Handy-Geschäft von Siemens hatte sich nicht von einer Softwarepanne im vergangenen Sommer erholt. Damals ließ ein zu lauter Ausschaltton bei der 65er-Reihe Absatzzahlen und Preise einbrechen. Der neue Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld hatte die Ausgliederung der defizitären Handy-Sparte Ende April angekündigt. Nur wenige Tage später scheiterte der Verkauf der Mobilfunksparte an den US-Konzern Motorola.<BR><BR>Kleinfeld hatte jüngst den Angestellten versichert, dass die Beschäftigungsgarantie für die Werke Kamp-Lintfort und Bocholt wie vereinbart bis 2006 und darüber hinaus gelte. Kernstück der vor einem Jahr ausgehandelten Vereinbarung war die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden durch einen erfolgsabhängigen Jahresbonus ersetzt. Die Arbeitskosten sollten dadurch um 30 % gesenkt werden und damit nicht mehr höher sein als in Ungarn.<P> </P>

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