Siemens: Ansturm auf Hauptversammlung

- München - Der Rückzug des Siemens-Chefs Heinrich von Pierer in den Aufsichtsrat des Konzerns bewegt die Massen. Zur heutigen Hauptversammlung des Konzerns, bei der Pierer vom Vorstand in das Kontrollgremium wechselt, haben sich mehr Aktionäre angemeldet als je zuvor. 32 000 Anteilseigner haben Eintrittskarten bestellt, erklärte ein Sprecher. In den Vorjahren seien es rund 20 000 gewesen. Erfahrungsgemäß nimmt etwa die Hälfte der Besteller tatsächlich an der Versammlung teil, was die Kapazität der Olympiahalle voll auslasten dürfte. Für Einlasskontrollen und Stimmen-Auszählungen wurde ein Rechenzentrum eingerichtet.

<P>Neben der Übergabe des Chefpostens von Pierer an Klaus Kleinfeld steht die Strategie für die Kommunikations-Sparte Com im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Diese soll saniert, geschlossen, verkauft oder mit einem Partner weitergeführt werden. Die letzte Variante gilt als die wahrscheinlichste. Und viele Aktionäre erhoffen sich nähere Angaben des Managements dazu. "Wir haben einen klaren Fahrplan, wie wir das Handy-Geschäft aus den roten Zahlen bringen", sagte Pierer der "Welt". Details nannte er nicht. Auch die Restrukturierungs-Kosten, die durch die Zusammenlegung der bisher getrennten Bereiche Festnetz und Mobilfunk entstehen, sind noch offen.<BR><BR>Vor der Hauptversammlung veröffentlicht der Konzern seine Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Nach einem starken Auftragseingang im letzten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres erwartet das Bankhaus Sal. Oppenheim einen geringer wachsenden Auftragseingang. Bedingt durch Zukäufe werde der Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal nach Einschätzung der Bank um acht Prozent auf 19,8 Milliarden Euro steigen. Auch das operative Ergebnis könne um acht Prozent zulegen auf 1,47 Milliarden Euro. Positive Impulse könnten die Logistik-Sparte und die Automatisierungs-Sparte geben, heißt es.<BR></P>

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