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Die Siemens-Sparte Medizintechnik soll eigenständiger werden.

Aufsichtsrat

Siemens-Sparte Medizintechnik soll eigenständiger werden

München - Der Siemens-Aufsichtsrat dürfte am Mittwoch die angekündigte Verselbständigung der Sparte für Medizintechnik voranbringen.

Wie es in Industriekreisen hieß, könnten die Aufseher die Bündelung des Deutschland-Geschäfts in eine eigenständige Einheit beschließen. Das gilt als eine Etappe, um die ganze Sparte zu einem unabhängigen Unternehmen unter dem Siemens-Dach zu machen. Ein Siemens-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern.

Konzernchef Joe Kaeser hatte schon zur Halbjahresbilanz im Mai angekündigt, dass die Medizintechnik eine eigenständige Rolle innerhalb von Siemens bekommen soll. Ein Grund: Die Sparte hat kaum Überschneidungen mit dem übrigen Siemens-Geschäft was etwa Marktzugänge oder Technologietransfer angeht.

Branchenbeobachter sehen den Schritt aber auch als mögliche Vorbereitung für einen Verkauf oder Börsengang der Sparte. Kaeser hatte im Mai angedeutet, die hohe Finanz-Bewertung des Geschäftsbereiches könne unter Umständen genutzt werden, um große Übernahmen zu stemmen. Die hochprofitable Medizintechnik-Sparte erzielte zuletzt mit 52.000 Mitarbeitern 13,6 Milliarden Euro Umsatz.

dpa

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