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Siemens: Aufsichtsrat appelliert an Mitarbeiter

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- München -­ Bei Siemens fürchtet man offenbar, dass die Pleite des ehemaligen Handygeschäfts das Unternehmensklima nachhaltig beeinträchtigen könnte. Aufsichtsrats-Chef Heinrich von Pierer ruft die Beschäftigten in der aktuellen Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift "Siemens-Welt" zur Geschlossenheit auf.

Das Unternehmen sei wegen der BenQ-Insolvenz und der ­ inzwischen verschobenen ­ Erhöhung der Vorstandsbezüge "Gegenstand heftiger Diskussionen ­ intern, aber auch in der deutschen Öffentlichkeit". Man dürfe jedoch nicht zulassen, dass "ein Keil ins Unternehmen getrieben wird. Jetzt geht es darum zusammenzustehen."

Der Aufsichtsratschef und Vorgänger des Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld appelliert an die Mitarbeiter: "Wir dürfen nicht zulassen, dass wir uns mehr mit uns selbst beschäftigen als mit den Chancen und Herausforderungen des Marktes." Kleinfeld hatte bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag eingeräumt, dass sein für den Fall BenQ nötiger persönlicher "Zeitaufwand nicht unerheblich sei". Pierer gibt dem Vorstandsvorsitzenden Rückendeckung: "Siemens ist in den meisten Segmenten wirklich gut aufgestellt und gut vorangekommen. Und die noch offenen Fragen nähern sich einer Lösung. Wir haben viel Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen." Diese Erkenntnis müsse die Grundstimmung innerhalb und außerhalb des Unternehmens prägen.

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