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Die Eurostar-Züge könnten in naher Zukunft von Siemens gestellt werden

Siemens soll neuen Eurostar bauen

München - Neuer Großauftrag für Siemens: Der Eurotunnel-Betreiber Eurostar will seine neuen Hochgeschwindigkeitszüge bei dem Münchener Konzern ordern.

Siemens sei als "bevorzugter Anbieter" ausgewählt worden und stehe damit vor einer Lieferung von zehn Velaro-Zügen, wie Eurostar International am Donnerstag in London mitteilte. Eurostar erklärte, dass die Investition in seine Flotte umgerechnet 800 Millionen Euro umfassen soll. Neben der Neuanschaffung umfasst die Investition auch eine Auffrischung der bisherigen Flotte.

Alstom größter Konkurrent

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Eurostar ist nicht fit für den Winter

Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte, Siemens dürften mit dem Auftrag mehr als 600 Millionen Euro zufließen. Bisher war der französische Konzern Alstom der Lieferant der insgesamt elf Eurostar-Züge. Sie waren allerdings im vergangenen Winter mehrfach liegengeblieben. Die Mehrheit an Eurostar hält mit 55 Prozent die französische Staatsbahn SNCF. Weitere 40 Prozent halten London and Continental Railways, die restlichen 5 Prozent gehören dem belgischen Bahnkonzern SNCB.

Die Züge verkehren zwischen Paris und London sowie Brüssel und London. Mit der Entscheidung für Siemens als bevorzugtem Bieter hat sich Eurostar gegen den Widerstand der französischen Politik durchgesetzt, die gerne den französischen Siemens-Konkurrenten Alstom als Gewinner gesehen hätte. Alstom baut den Hochgeschwindigkeitszug TGV und dessen Nachfolger AGV.

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