Windpark

Siemens baut umstrittenes US-Milliardenprojekt

New York - Siemens darf sich kurz vor Weihnachten über einen neuen Großauftrag für Windturbinen aus den USA freuen. Der Konzern soll den ersten großen Windpark vor der US-Küste bestücken.

Allerdings ist die Finanzierung des Projekts noch nicht sicher und Anwohner laufen Sturm gegen das Vorhaben.

Siemens habe mit dem Windpark-Betreiber Cape Wind einen Liefer- und Servicevertrag unterzeichnet, teilte der Münchener Konzern am Montag mit. Die Vereinbarung, deren Wert Branchenkenner auf annähernd 1 Milliarde Dollar (730 Mio Euro) schätzen, wird den Angaben zufolge im nächsten Jahr wirksam. Geht alles glatt, fließt 2016 der erste Strom. 130 Windanlagen sollen am Ende eine Leistung von 468 Megawatt produzieren.

Die Planungen für das Projekt Cape Wind laufen seit zwölf Jahren. Der Windpark soll vor der Küste des Bundesstaates Massachusetts entstehen, in der beliebten Ferienregion um die Halbinsel Cape Cod sowie die Inseln Martha's Vineyard und Nantucket.

„Die USA sind ein Schlüsselmarkt für Siemens“, erklärte der zuständige Vorstand Michael Süß. Nach Angaben eines Sprechers wäre das Unternehmen auch bereit, zusammen mit anderen Geldgebern in den Windpark zu investieren. Siemens hatte in den vergangenen Tagen aus den USA bereits einen Großauftrag für Windanlagen an Land als auch für ein Gas-und-Dampf-Kraftwerk erhalten.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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