Siemens: Beiträge für Betriebsrente

- München - Siemens stellt seine Alterversorgung um: Gab es bisher für die 170 000 deutschen Mitarbeiter des Konzerns feste - an das Einkommen gebundene Rentenzusagen, so wird ab 1. Oktober nächsten Jahres auf ein Beitragssystem umgestellt.

<P>Statt der bisher sicheren Betriebsrente (eine Ergänzung der gesetzlichen Rente, nach Einkommen und Betriebszugehörigkeit) orientiert sich die Altersversorgung künftig an den Kapitalmärkten. Entwickeln sich diese besser, kann sich eine höhere Pension ergeben, bleiben sie hinter den Erwartungen zurück, sinkt auch die Versorgung. Die Mindestverzinsung von 2,75 % ist sicher. </P><P>islang erworbene Rentenansprüche bleiben, so ein Siemens-Sprecher, erhalten, werden aber in das neue System überführt.<BR>"Für die meisten Mitarbeiter ändert sich nichts", heißt es bei Siemens. Für die übertariflich bezahlten Siemensianer und Führungskräfte aber wurden zusätzliche Leistungsanreize geschaffen. Im Rahmen eine vorgegebenen Bandbreite wird dann weniger oder auch mehr an Beitrag eingezahlt.</P><P>Weiterhin wird diese zusätzliche Säule der Alterversorgung voll vom Unternehmen bezahlt. Die Umstellung hat, wie der Konzern versichert, nichts mit den Problemen zu tun, die andere Unternehmen mit den Pensionsrückstellungen als Bilanzrisiken zu tun. "Wir haben bisher bereits weitgehende Kapitaldeckung", sagte ein Siemens-Sprecher. Die Gelder werden bereits in Renten, Immobilien aber auch in Aktien angelegt.</P><P>Allerdings teilt der Konzern mit seinen Pensionsverpflichtungen die demographischen Probleme aller Altersversorgesysteme. Er leidet sogar noch deutlicher darunter: 1975 kam auf 4,5 aktive Siemens-Mitarbeiter ein Ruhegehaltsempfänger. Bis ins Jahr 2002 hat sich dieses Verhältnis auf 1,2 zu 1 verschlechtert. Personalabbau und Frühverrentungen haben Spuren bei Siemens hinterlassen.</P>

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