Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden - und dafür an anderem Tag stattfinden

Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden - und dafür an anderem Tag stattfinden
+
SPD-Chef Martin Schulz bei einer Kundgebung von Siemens-Beschäftigten und Gewerkschaftern am Donnerstag in Berlin. 

In Berlin

Siemens-Beschäftigte protestieren mit Autokorso - Schulz nimmt an Protest teil

Mit einem Autokorso durch die Berliner Innenstadt haben am Donnerstag Beschäftigte von Siemens gegen die geplanten Stellenabbau bei dem Konzern protestiert. SPD-Chef Martin Schulz äußerte sich erneut bei einer Kundgebung. 

Berlin - Der Autokorso sei um 6.15 Uhr am Dynamowerk im Bezirk Spandau gestartet, sagte Klaus Abel, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin am Donnerstagmorgen. Rund 200 Fahrzeuge, geschmückt mit Transparenten und IG Metall-Fahnen, folgten hupend einem Motivwagen, der Siemens-Chef Joe Kaeser zeige. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin sprach auf Twitter von 100 Fahrzeugen.

Zu der Kundgebung am Tagungshotel der jährlichen Siemens-Betriebsräteversammlung in Neukölln erwartet die Gewerkschaft 2000 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Siemens hatte angekündigt, weltweit 6900 Stellen abzubauen, davon 870 in Berlin. Der Konzern reagiert damit auf schlechter laufende Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik.

SPD-Chef Schulz attackiert Siemens - „Verantwortungslose Manager“

SPD-Chef Schulz: Politik kann Job-Erhalt bei Siemens nicht erzwingen

Nach Ansicht von SPD-Chef Martin Schulz kann die Politik wenig tun, um den Stellenabbau bei Siemens zu verhindern. Zugleich kritisierte er die Pläne des Managements scharf und mahnte den Münchner Konzern zu gesellschaftlicher Verantwortung.

Man habe keinen direkten Einfluss auf das Unternehmen, sagte Schulz am Rande einer Kundgebung von Siemens-Beschäftigten und Gewerkschaftern am Donnerstag in Berlin: „Ich kann den Unternehmen nicht auferlegen, dass sie Arbeitsplätze erhalten müssen. (...) Ich kann Siemens nicht zwingen.“ Der Konzern müsse sich aber den Fragen der Politik stellen. „Man kann Siemens schon noch mal darin erinnern, dass die Bundesrepublik Deutschland ein großer Auftraggeber ist.“

Vor rund 2000 Demonstranten am Tagungshotel der jährlichen Siemens-Betriebsräteversammlung nannte Schulz die Streichung tausender Jobs volkswirtschaftlich irrsinnig und verantwortungslos. „Dass durch Arbeitsplatzabbau die Effizienz des Unternehmens gesteigert wird, heißt übersetzt: Damit wir noch ein bisschen mehr Gewinn machen, schmeißen wir die Leute raus. Das ist asozial.“ 

Lesen Sie unseren Bericht vom Montag: Siemens-Mitarbeiter umringen aus Protest das Werk.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

SAP will ungerechte Bezahlung beseitigen
Walldorf (dpa) - Das Management des Softwarekonzerns SAP will bis Jahresende Ungerechtigkeiten in der Bezahlung beseitigen.
SAP will ungerechte Bezahlung beseitigen
Aldi veröffentlicht TV-Spot zu Weihnachten - darum enttäuscht er ziemlich
Sobald die Vorweihnachtszeit beginnt, veröffentlichen die Supermärkte jedes Jahr ihre TV-Spots. Jetzt überrascht Aldi mit einer etwas anderen Werbung. 
Aldi veröffentlicht TV-Spot zu Weihnachten - darum enttäuscht er ziemlich
Renault-Nissan-Chef Ghosn bleibt weiter im Haft
Tokio (dpa) – Nach seiner Verhaftung in Japan wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Börsenauflagen soll der Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn zunächst für zehn weitere Tage …
Renault-Nissan-Chef Ghosn bleibt weiter im Haft
Rückruf! Käse kann Blutungen verursachen - Auch bei Rewe verkauft
Rückruf bei Rewe und Kaufpark: Ein Produkt, das in den Supermärkten verkauft wurde, enthält Koli-Bakterien und kann sogar Blutungen verursachen.
Rückruf! Käse kann Blutungen verursachen - Auch bei Rewe verkauft

Kommentare