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Gewerkschaftler demonstrieren im April 2012 vor dem Osram-Werk in Berlin. Jetzt hat Siemens die Abspaltung der Tochter Osram besiegelt.

Aktionäre stimmen zu

Siemens besiegelt Osram-Abspaltung

München - Siemens hat die Trennung von seiner traditionsreichen Lichttochter Osram besiegelt. Die Siemens-Aktionäre stimmten der Abspaltung auf der Hauptversammlung am Mittwoch zu.

Damit erhalten die Siemens-Aktionäre für je zehn Aktien zusätzlich eine Osram-Aktie in ihr Depot. Die Osram-Aktien sollen voraussichtlich ab Sommer an der Börse gehandelt werden. Siemens behält nur noch 19,5 Prozent der Anteile - gerade genug für eine Sperrminorität auf einer Hauptversammlung.

Osram hatte seit 1920 zu Siemens gehört. Das Unternehmen ist derzeit neben Philips der größte Lampenhersteller der Welt, muss aber für den technischen Wandel von Glühbirne und Energiesparlampe zu LED-Licht Milliarden Euro investieren. Halbleiter-Konzerne aus Asien gewinnen hier mit günstigen Preisen rasch Marktanteile. Siemens hatte Osram schon 2011 selbst an die Börse bringen und so auch die eigene Kasse auffüllen wollen, das aber angesichts der schwachen Kapitalmärkte schließlich aufgegeben. Für den Sprung in die Selbstständigkeit hat Siemens Osram noch eine Kapitalspritze von 1,2 Milliarden Euro gegeben.

Osram beschäftigt in Augsburg, Regensburg, Berlin und München rund 10 000 Mitarbeiter, aber bis 2014 sollen hier noch 1400 Stellen gestrichen werden. Weitere 29 000 Beschäftigte arbeiten in China, Malaysia und Südamerika. Osram hat im vergangenen Geschäftsjahr 5,4 Milliarden Euro Umsatz und 378 Millionen Euro Verlust gemacht. Der Abspaltung stimmten die Aktionäre mit gut 98 Prozent des stimmberechtigten Kapitals zu.

dpa

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