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Bei Siemens ist kein Ende des Aufschwungs in Sicht. Davon profitiert auch Konzernchef Löscher, der knapp 9 Millionen Euro verdiente.

Siemens brummt - Chef verdient 9 Millionen

München - Bei Siemens ist kein Ende des Aufschwungs in Sicht. Das Unternehmen rechnet für dieses und das nächste Geschäftsjahr mit Zuwächsen. Davon profitiert auch Konzernchef Löscher, der knapp 9 Millionen Euro verdiente.

Siemens strotzt vor Zuversicht für die kommenden Jahre. Nach einem Rekordgewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr rechnet der Konzern sowohl für dieses als auch für das kommende Geschäftsjahr, das im Oktober 2011 beginnt, mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den der Konzern am Donnerstag veröffentlichte. Siemens erwartet in allen drei Kerngeschäftsfeldern Industrie, Energie und Gesundheit eine weitere Erholung des Geschäfts.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 hatte Siemens einen Rekordgewinn von 4,1 Milliarden Euro eingefahren und den Umsatz entgegen der Erwartungen bei 76 Milliarden Euro nahezu stabil gehalten. Siemens-Chef Peter Löscher wurde dafür mit einem üppigen Salär belohnt: Er erhielt laut Geschäftsbericht insgesamt knapp 9 Millionen Euro und damit ein Viertel mehr als im Vorjahr.

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Alle weiteren Vorstandsmitglieder verdienten jeweils weniger als 4 Millionen Euro und blieben damit deutlich hinter dem Chef zurück. Insgesamt bezahlte Siemens seinem Vorstand rund 34 Millionen Euro nach 27 Millionen Euro im Vorjahr. Auch die übrigen rund 400 000 Siemens-Mitarbeiter weltweit sollen vom Aufschwung profitieren und eine Einmalzahlung von bis zu 1000 Euro brutto erhalten.

Mitte November hatte der Konzern für das gerade angelaufene Geschäftsjahr 2010/11 einen deutlich steigenden Auftragseingang sowie ein organisches Umsatz- und Gewinnwachstum in Aussicht gestellt. Voraussetzung für das Wachstum auch im kommenden Geschäftsjahr sei aber eine positive Entwicklung an den globalen Energiemärkten sowie den Industriemärkten des Unternehmens.

Von den Sorgenkindern NSN, dem Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia, und der jüngst ausgegliederten IT-Sparte SIS erwartet Siemens hingegen weiter keine guten Nachrichten. Die Restrukturierung bei NSN dauere an. Für die SIS erwartet der Konzern zwar deutlich bessere Ergebnisse, geht aber nicht davon aus, dass das Geschäft in naher Zukunft “branchenübliche Ergebnisse“ erzielen kann.

Die höchsten Manager-Abfindungen

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Seinen Anteil am ungeliebten Atom-Gemeinschaftsunternehmen Areva NP könnte Siemens hingegen bald los werden. Nach Informationen aus Industriekreisen rechnet Siemens im kommenden Frühjahr mit einem Verkauf. Das Schiedsgerichtsverfahren dazu liege in den letzten Zügen. Der Anteil von 34 Prozent, den Siemens an Areva NP hält, hat einen Buchwert von zwei Milliarden Euro. Ein Siemens-Sprecher wollte dies nicht kommentieren.

Siemens wollte lange mehr als nur Juniorpartner bei Areva sein, doch Frankreichs Staatsspitze lehnte dieses Ansinnen ab. Auch im Tagesgeschäft knirschte es immer häufiger zwischen den Partnern.

dpa

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