Siemens-Chef erhält Zustimmung für Konzernumbau

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München (dpa) - Siemens-Chef Peter Löscher kann bei seiner geplanten Neuordnung der Konzernstruktur mit Zustimmung aus dem Aufsichtsrat rechnen. Zielsetzung und Ausrichtung der neuen Konzernstruktur könne er "absolut zustimmen", sagte Heinz Hawreliuk, Arbeitnehmervertreter der IG Metall im Aufsichtsrat, dem "Tagesspiegel".

Nach den Plänen Löschers wird Siemens künftig auf oberster Ebene aus den Hauptbereichen Energie, Industrie und Gesundheit bestehen. Ein entsprechender Vorschlag soll den Aufsichtsrat am 28. November passieren.

Löscher habe in relativ kurzer Zeit festgestellt, wo Handlungsbedarf im Unternehmen bestehe, sagt Hawreliuk. Es werde zwar Unsicherheiten und Probleme geben, weil Menschen ihre Funktionen verlören, aber von Arbeitnehmern werde immer Flexibilität verlangt, und das müsse auch für Führungspersonen gelten. Er befürworte, dass die Vorstände künftig die operative Verantwortung übernähmen, so "wie es sich für einen anständigen Vorstand einer AG gehöre". Die Frage, ob Siemens künftig drei oder vier Geschäftsbereiche haben werde, sei jedoch noch zu diskutieren.

Die neue Struktur bei Siemens soll im Januar 2008 eingeführt werden. Demnach sollen unterhalb der drei Hauptbereiche Energie, Industrie und Gesundheit Divisionen und Geschäftseinheiten entstehen. Auf jeder dieser Ebenen wird es einen verantwortlichen Chef (CEO) geben. In den kommenden Wochen sollen Arbeitsgruppen Vorschläge erarbeiten, wie die einzelnen Einheiten genau zugeschnitten werden.

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