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Bei Siemens kündigen sich weitere Veränderungen an. Konzernchef Kaeser will seine Pläne zwar erst im Mai offiziell vorstellen. Die bisherige Struktur wird sich aber wohl erneut verändern.

Weitere Veränderungen

Siemens-Chef arbeitet an Konzernumbau

München - Bei Siemens kündigen sich weitere Veränderungen an. Konzernchef Kaeser will seine Pläne zwar erst im Mai offiziell vorstellen. Die bisherige Struktur wird sich aber wohl erneut verändern.

Siemens-Chef Joe Kaeser treibt den Umbau des Konzerns voran. Siemens sei zwar ein starkes Unternehmen, sagte Kaeser am Mittwoch bei einem Manager-Kongress in München. „Dennoch wachsen unsere Wettbewerber schneller und erzielen eine höhere Ertragskraft.“ Darauf müsse Siemens reagieren und sich stärker auf besonders profitable Bereiche konzentrieren.

Kaesers Vorgänger Peter Löscher hatte das Siemens-Geschäft in vier große Sektoren aufgeteilt: Industrie, Energie, Medizintechnik und Infrastruktur. Diese Struktur wird Kaeser Medienberichten zufolge bei seinem Konzernumbau voraussichtlich auflösen. Die vier Sparten hätten viel zusätzliche Bürokratie geschaffen, erfuhr das „Handelsblatt“ (Donnerstag) aus Industriekreisen. Daher stünden sie zur Disposition.

Diskutiert wird nach Informationen des „Manager Magazins“ eine Stückelung der Wertschöpfungskette in sechs bis sieben Bereiche: von der Stromerzeugung bis zu Sparten wie Gebäudetechnik, Industrieautomation oder Medizintechnik.

Seine genauen Pläne will Kaeser Anfang Mai vorstellen. Der Manager war im vergangenen Jahr an die Siemens-Spitze gerückt. Seitdem sucht er nach Stellschrauben, um Siemens im Wettstreit mit der globalen Konkurrenz wie General Electric besser aufzustellen. Dabei hört er sich auch bei den Mitarbeitern um. „Man muss nicht unbedingt Beratungsfirmen beauftragen um zu erfahren, welche Dinge verändert werden müssen“, sagte er bei dem Manager-Kongress.

2013 habe Siemens wichtige Kritikpunkte aus einer Umfrage unter den eigenen Beschäftigten erfahren. Viele der rund 2500 befragten Mitarbeiter aus der erweiterten Führungsriege des Konzerns bemängelten darin nach Angaben des Chefs, Siemens sei nicht innovativ genug und nicht nahe genug am Kunden.

Dennoch könnten in einem Konzern nicht alle Interessen einzelner berücksichtigt werden, betonte Kaeser: „Die Führung eines Unternehmens ist kein basisdemokratischer Prozess.“ Dabei dürften Manager aber nie naiv oder arrogant sein. Bei Unsicherheiten gibt Kaeser seinen Mitarbeitern eine einfache Empfehlung: „Mach es so, als wäre es Dein eigenes Unternehmen.“

dpa

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