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Siemens-Chef Joe Kaeser macht den Mitarbeitern in Görlitz Hoffnung.

Er weiß nur noch nicht wie

Siemens-Chef verbreitet Hoffnung: „Wir werden Görlitz nicht fallen lassen“

Siemens-Chef Joe Kaeser macht den Mitarbeitern des von Schließung bedrohten Turbinenwerks in Görlitz Hoffnung. Nur über den Weg muss er sich offenbar noch Gedanken machen.

Davos - „Wir werden Görlitz nicht fallen lassen“, sagte er am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Wir werden diesen Menschen helfen, wir geben ihnen eine Zukunft.“ Er wisse zwar noch nicht wie, aber es werde einen Weg geben. Siemens sei wirtschaftlich stark genug.

Der Industriekonzern will wegen schlechter laufender Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik weltweit rund 6900 Jobs streichen, rund die Hälfte davon in Deutschland. Zwei Standorte in den sächsischen Städten Görlitz und Leipzig sollen geschlossen werden. Einschnitte sind auch in Berlin, Offenbach und Erfurt geplant. Gewerkschaften laufen Sturm gegen die Pläne; Politiker hatten sich für den Erhalt der Arbeitsplätze starkgemacht. Die Siemens-Beschäftigten wollen den Stellen-Kahlschlag nicht hinnehmen und demonstrierten.

„Wenn ich keine Aufträge habe, muss ich reagieren“, verteidigte Kaeser die geplanten Stellenstreichungen. Die Veränderung in der Branche seien Realität. Er verwies darauf, dass gleichzeitig Tausende neue Jobs bei Siemens in anderen Bereichen entstünden.

Schulz attackierte Kaeser - der erwidert: Gab keinen Streit

SPD-Chef Martin Schulz hatte Siemens nach der im November verkündeten Entscheidung attackiert und von „verantwortungslosen Managern“ gesprochen. Mit Blick auf öffentliche Aufträge hatte Schulz betont, Siemens habe jahrzehntelang vom deutschen Staat profitiert. Kaeser hatte die Vorwürfe in einem Brief zurückgewiesen.

„Ich hatte keinen Streit mit dem Parteichef der Sozialdemokraten, ich wollte nur die Fakten klarstellen“, sagte Kaeser nun in Davos und fuhr in Anspielung auf einen entsprechenden Vorwurf von Schulz fort: „Ich wollte ihm erst ein Buch über Manchester-Kapitalismus schicken.“

dpa, Video: Glomex

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