Bei Siemens darf's auch etwas mehr sein

- München - Siemens-Chef Heinrich von Pierer ist in Kauflaune. Und es darf auch etwas mehr sein. Den Gedanken an Milliarden-Übernahmen findet der Vorstandsvorsitzende des Münchner Technik-Konzerns verlockend. "Wieso nicht? Wir sind offen für solche Ideen", sagte er der "Financial Times Deutschland". Mit einem baldigen Großeinkauf ist nach Experten-Ansicht trotzdem nicht zu rechnen.

<P>Der amerikanische Mischkonzern und Siemens-Rivale General Electric hatte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar für den britischen Medizintechnikanbieter Amersham bezahlt. So eine Luxus-Ausgabe kann sich Siemens auch leisten, signalisierte Pierer.</P><P>"Das Unternehmen ist grundsätzlich sicher in der Lage, Übernahmen von sieben oder acht Milliarden Dollar (5,6 bis 6,4 Milliarden Euro) zu stemmen", urteilt Roland Pitz, Analyst der HypoVereinsbank. Auf dem Einkaufszettel sollen der britische Anlagenbauer Invensys sowie der französische Energie- und Transport-Riese Alstom stehen, die an der Börse jeweils rund zwei Milliarden Euro wert sind. Diese Übernahmen "liegen im Rahmen des Möglichen, sind aber derzeit eher unwahrscheinlich", sagt Pitz. Die Münchner würden wohl nicht ein Kaufverhalten wie General Electric zeigen. Der Analyst hält "kleinere und mittlere Übernahmen" für wahrscheinlicher. Siemens würde "lieber möglichst viele Bereiche stärken, als nur einen mit einem großen Zukauf". Dabei liege der Fokus vor allem auf Asien und Mittelosteuropa. Auch die mittleren Kaufobjekte können sich sehen lassen, findet Pitz: "Das geht beim Umsatz ja auch schon in den Milliardenbereich."</P>

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