Siemens erhöht Gewinnprognose

München - Siemens hat seinen Gewinn im zweiten Quartal verdoppelt und die Wachstumsziele für das Gesamtjahr kräftig erhöht.

“Wir heben unsere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011 auf mindestens 7,5 Milliarden Euro an“, sagte Vorstandschef Peter Löscher am Mittwoch in München. Das entspricht einem Gewinnsprung von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis von 4,3 Milliarden Euro.

Der Technologiekonzern habe “auf breiter Basis ein herausragendes Auftragswachstum erzielt“ und rechne im Gesamtjahr jetzt mit einem zweistelligen Zuwachs der Bestellungen, sagte Löscher. Der Jahresumsatz solle um einen mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen.

Im zweiten Quartal legte das Geschäft in allen Sektoren und Regionen kräftig zu. Der Auftragseingang schnellte um 28 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro hoch, der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 17,7 Milliarden Euro, und das operative Ergebnis verdoppelte sich auf 3,7 Milliarden Euro. Auch ohne den Verkauf der Beteiligung am französischen Atomkraftwerksbauer Areva, der 1,5 Milliarden Euro in die Kasse spülte, stieg das Ergebnis damit um 18 Prozent.

In diesen Zahlen nicht enthalten ist die angeschlagene IT-Sparte SIS, die bereits an das französische Unternehmen Atos verkauft wurde, aber noch einmal und mit einem Verlust von 345 Millionen Euro zu Buche schlug, sowie der Lampenhersteller Osram, der 87 Millionen Euro Gewinn machte und im Herbst an die Börse gebracht werden soll. Unter dem Strich verdoppelte Siemens seinen Quartalsgewinn nach Steuern von 1,49 auf 2,84 Milliarden Euro.

Größter Wachstumstreiber beim Auftragseingang war der Energiesektor, der mit einem Zuwachs von 51 Prozent einen Rekordwert erzielte. Dafür sorgte eine Reihe von Großaufträgen, unter anderem für Gaskraftwerke in Saudi-Arabien und Windenergieanlagen vor der Nordseeinsel Borkum. Kräftig legten auch die Bestellungen für Industrieautomatisierung, Antriebstechnik und Züge zu.

dapd

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