Siemens: Handysparte nicht nach Taiwan

- München - Die Zukunft der Siemens-Telekommunikationssparte bleibt offen. Der taiwanesische Acer-Konzern wolle die verlustreiche Handy-Sparte von Siemens nicht kaufen oder von ihr Handys bauen lassen, sagte Acer-Sprecher Henry Wang laut Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. Das Kerngeschäft von Acer bleibe der Bau von Computern. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, Verhandlungen zwischen Acer und Siemens über eine Handy-Kooperation seien weit fortgeschritten. Nach Informationen des "Spiegel" könnte sich Siemens aber auch mit dem kanadischen Telekom-Ausrüster Nortel verbünden.

<P>Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" brachte unterdessen den amerikanischen Motorola-Konzern ins Spiel, die Nummer zwei auf dem internationalen Handymarkt. Die Gespräche zwischen Siemens und Motorola seien "sehr weit fortgeschritten", schrieb das Blatt. Ein erster Einstiegsversuch des US-Unternehmens sei an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.<BR><BR>Siemens-Chef Klaus Kleinfeld will an diesem Mittwoch bei Vorlage der Halbjahreszahlen über die Lage der Kommunikationssparte informieren. Zu den Spekulationen über mögliche Kooperationen wollte sich der Konzern nicht äußern. "Wir kommentieren solche Gerüchte grundsätzlich nicht", sagte ein Sprecher. Siemens hat mit seinen Handys nach Schätzung von Analysten auch im abgelaufenen Quartal wieder einen Verlust von mehr als 100 Millionen Euro gemacht. Kleinfeld hält eine Sanierung aus eigener Kraft ebenso für möglich wie einen Verkauf, eine Kooperation oder eine Schließung.</P><P> </P>

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