Siemens lässt sich Zeit mit Entscheidungen

- München - Der Elektrokonzern Siemens hat Erwartungen zu raschen Entscheidungen über die Zukunft seiner Problemsparten gedämpft. Auf der Sitzung des Zentralvorstandes am kommenden Montag stünden noch keine weit reichenden Entscheidungen über die künftige Ausrichtung der Com-Sparte sowie der IT-Dienstleistungen und der Logistik-Sparte an, sagte eine Unternehmenssprecherin und bestätigte damit einen Bericht im "Handelsblatt". Der Zentralvorstand wolle sich lediglich Statusberichte vorlegen lassen.

Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte Ende Juli mit der Ankündigung der Sitzung Spekulationen über Umstrukturierungen ausgelöst. Die Bereiche sollen dabei auch erste Lösungsvorschläge vorlegen, wie das Geschäft wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Dem Bericht zufolge sollen danach spätestens bis zur Veröffentlichung der Jahreszahlen im November Entscheidungen fallen. Dann komme auch der Aufsichtsrat zu seiner nächsten regulären Sitzung zusammen. Dazu erklärte die Siemens-Sprecherin, dass man noch keinen Zeitplan nennen könne. Im Visier befindet sich vor allem der IT-Dienstleister Siemens Business Services (SBS). Die Sparte hatte im abgelaufenen Quartal einen Verlust von 109 Millionen Euro verbucht.

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