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Siemens-Chef Joe Kaeser

Kraftwerkssparte im Fokus

Schließt Siemens weitere Standorte in Deutschland?

Siemens könnte einem Bericht zufolge weitere Standorte schließen - auch in Deutschland. Eine definitive Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.

München - Der Elektrokonzern Siemens plant nach einem Bericht des „Manager Magazins“ harte Einschnitte in der Kraftwerkssparte Power & Gas. Nach internen Plänen sollten bis zu elf der weltweit 23 Standorte der Sparte geschlossen oder verkauft werden, berichtete das Magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auch nach dpa-Informationen könnten durch diese und weitere Einsparungen in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe, für die Konzernchef Joe Kaeser erst kürzlich ebenfalls auf weitere Einsparungen eingestimmt hatte, tausende Jobs wegfallen. Dem Vernehmen nach sind aber noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden.

Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht am Donnerstag nicht näher kommentieren. Er erklärte lediglich, das Unternehmen setze seine Strategie Vision 2020 konsequent und erfolgreich um. „Dazu gehört, dass wir uns kontinuierlich Gedanken über die strategisch richtige Aufstellung unserer Geschäfte machen.“ Das könne „die Konsolidierung einzelner Aktivitäten einschließen, wenn es die Marktbedingungen erforderlich machen“, so der Sprecher. Gleichzeitig investiere Siemens umfangreich in Wachstumsfelder.

Dem Bericht zufolge dürfte es die ostdeutschen Standorte von Power & Gas besonders hart treffen. Das Generatorenwerk in Erfurt solle verkauft werden. Für die Fabrik im sächsischen Görlitz werde die Schließung erwogen. Die Konzernleitung wolle das gesamte Vorhaben den Arbeitnehmern Anfang November im Wirtschaftsausschuss vorstellen. Mit den neuerlichen Einschnitten reagiere Siemens auf die anhaltende Auftragsflaute in der Sparte. Zuletzt hatte Siemens-Chef Joe Kaeser 2015 einen Stellenabbau bei Power & Gas angekündigt.

dpa

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