Siemens hat Rückstellungen für finnisches Atomkraftwerk gebildet

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München (dpa) - Siemens hat zumindest einen Teil der drohenden Belastungen aus dem Bau des finnischen Atomkraftwerks Olkiluoto bereits aufgefangen. "Wir haben in den vergangenen Quartalen Rückstellungen gebildet", sagte ein Konzernsprecher der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Eine Gesamtsumme könne er jedoch nicht nennen. "Wir haben die Rückstellungen nicht einzeln aufgeschlüsselt." Die Belastung sei auch in die jüngste Gewinnwarnung eingeflossen, ergänzte der Sprecher.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte unter Berufung auf Analysten berichtet, Verzögerungen beim Bau des finnischen Atomkraftwerks dürften Siemens mit insgesamt 500 Millionen Euro belasten. Siemens liefert die konventionelle Technik wie Generatoren und ist über das Gemeinschaftsunternehmen Areva NP auch am atomaren Teil der Anlage beteiligt.

Wie die "FAZ" weiter schreibt, gibt es Missstimmungen mit dem Hauptanteilseigner, dem französischen Staatskonzern Areva. Dies wollte der Sprecher nicht bestätigen. Er betonte: "Wir wollen weiter an Areva NP festhalten." Ab dem Jahr 2012 haben die Franzosen die Möglichkeit, den deutschen Anteil von 34 Prozent zu übernehmen.

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