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Siemens schließt wohl Hamburger VA Tech-Niederlassung

- München/Hamburg - Nach unerwarteten Millionenverlusten will der Siemens-Konzern die Hamburger Niederlassung der VA Tech Elin mit mehr als 100 Mitarbeitern einem Medienbericht zufolge schließen. Bereits im März müssten sich die Beschäftigten neue Jobs suchen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Ein Siemens-Sprecher wollte am Samstag zunächst keinen Kommentar zu dem Bericht abgeben. Auch von seiner Beteiligungsgesellschaft "Siemens Acceleration in Communications" will sich Siemens laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung trennen.

Nach der Übernahme des österreichischen Konzerns VA Tech durch Siemens im Sommer waren die Verluste bei VA Tech Elin in Hamburg bekannt geworden. Bei einem Umsatz von rund 30 Millionen Euro war ein Fehlbetrag von rund 70 Millionen Euro aufgelaufen. Das Unternehmen hatte offenbar Aufträge angenommen, die nicht einmal Kosten deckend waren.

Siemens prüft dem Zeitungsbericht zufolge wegen des Verdachts unsauberer Geschäftspraktiken Schadenersatzklagen in Millionenhöhe gegen ausgeschiedene Führungskräfte der Firma. Die Betroffenen würden die Vorwürfe allerdings bestreiten, heißt es.

Die Beteiligungsgesellschaft "Siemens Acceleration in Communications" hatte Siemens 2001 gegründet, um damit nach eigenen Angaben die innovativsten Start-ups in der Kommunikationsbranche zu fördern. Die Firma hält Beteiligungen an mehr als 20 Firmen. Inzwischen wolle Siemens die Kosten aber nicht mehr tragen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Der Siemens-Vorstand habe beschlossen, das teure Abenteuer als Wagniskapitalgeber zu beenden und einen Käufer für die Tochtergesellschaft zu suchen. Der Siemens-Sprecher äußerte sich nicht zu dem Bericht. "Spekulationen kommentieren wir nicht."

(Die Beiträge lagen dpa vorab in redaktioneller Fassung vor)

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