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Siemens setzt auf Modernisierungsprojekte in Russland

Moskau/München - Der Siemens -Konzern setzt im Russland-Geschäft trotz Finanzkrise auf umfangreiche Modernisierungsprojekte wie Energie-Einsparung, Verkehr und die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2014.

"Wir wollen große Infrastrukturlösungen für Russland anbieten", kündigte Vorstandschef Peter Löscher am Dienstag auf einer auswärtigen Vorstandssitzung in Moskau an. Zu den wichtigsten Projekten zähle auch der erste russische Hochgeschwindigkeitszug, der ab Ende 2009 zwischen den größten Städten Moskau und St. Petersburg pendeln soll.

Vor einem Treffen mit Ministerpräsident Wladimir Putin am Dienstagnachmittag bekräftigte Löscher das Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit dem russischen Atomkonzern Atomenergoprom. "Wir haben ganz klar unseren Willen verkündet, dass wir hier auch eine größere unternehmerische Verantwortung tragen wollen", sagte Löscher. Medienberichte über einen möglichen Einstieg von Siemens bei Atomenergoprom wollte er nicht kommentieren. Die Gespräche stünden erst am Anfang, hieß es in Moskau. Siemens hatte in der Vorwoche den Ausstieg beim französischen Atomkonzern Areva bekanntgegeben und ist auf der Suche nach einem neuen Nukleartechnik-Partner.

Die Siemens-Führung vereinbarte in Moskau den Bau eines Transformatorenwerks im südrussischen Gebiet Woronesch mit einer Investitionssumme von 35 Millionen Euro. Man sehe zudem "große Chancen", zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi Aufträge in den Bereichen Energie, Verkehr und Sicherheitstechnologie zu erhalten. Das Russland-Geschäft machte 2008 mit 1,2 Milliarden Euro zwei Prozent des gesamten Konzernumsatzes bei Siemens aus.

dpa

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