Siemens: Spekulation über weitere Abspaltung

- München - Siemens prüft auch Partnerschaften für Teile seiner ertragsschwachen Kommunikationssparte Com. "Dieser Markt ist im Umbruch", sagte ein Konzern-Sprecher. In so einem Umfeld mache sich auch Siemens "Gedanken über mögliche strategische Partnerschaften". Jeder spreche in der Branche derzeit mit jedem. Von einem "Ausverkauf" bei Com könne aber keine Rede sein. Das "Manager Magazin" hatte zuvor berichtet, die Sparte solle zerschlagen werden.

Com-Chef Thomas Ganswindt habe kürzlich über die Bereiche Mobilfunk- und Festnetze mit dem finnischen Handyhersteller Nokia verhandelt. Zur Diskussion habe auch ein Gemeinschaftsunternehmen gestanden. Doch die Gespräche seien geplatzt, da Nokia nur an den profitablen Mobilfunknetzen interessiert gewesen sei, nicht aber an den Festnetzen.

Auch losgeschlagen werden soll laut dem Bericht das defizitäre Geschäftsfeld Kommunikationssysteme für Unternehmenskunden. Siemens verhandle mit mehreren Interessenten. Auch das Geschäft mit Schnurlostelefonen solle in andere Hände übergehen. Kleinfeld hatte die einstige Ertragsperle bereits in eine eigenständige Tochter ausgegliedert.

Unterdessen sind bei der einstigen Siemens-Handyproduktion in Deutschland, die 2005 an BenQ aus Taiwan verkauft wurde, Arbeitsplätze in Gefahr. "Wenn wir bis Juni zu keiner Lösung kommen, stehen wir vor einem Problem", sagte BenQ-Mobile-Chef Clemens Joos dem "Handelsblatt". Ob und in welchem Umfang noch im Inland gefertigt werde, hänge von den Verhandlungen mit den Gewerkschaften ab.

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