Siemens verkauft erstmals Loks in den USA

München - Siemens verkauft erstmals Lokomotiven in den USA und sichert sich so den Einstieg in den wichtigen Fernverkehrsmarkt in den Vereinigten Staaten.

Wie der Konzern am Freitag in München mitteilte, liefert Siemens 70 elektrische Lokomotiven im Wert von rund 338 Millionen Euro an den Bahnbetreiber Amtrak. Gebaut werden die Loks mit dem Namen “Cities Sprinter“ überwiegend im Siemens-Werk in kalifornischen Sacramento. Sie sollen 2013 geliefert werden.

“Dieser Erfolg auf dem US-Lokomotivenmarkt zeigt, dass wir neben der Nahverkehrstechnik auch der richtige Partner beim Ausbau des Fernverkehrsnetzes sind“, sagte der Chef der Siemens-Sparte Mobility, Hans-Jörg Grundmann. “Gleichzeitig ist er ein motivierendes Signal für unsere Ambitionen beim Aufbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes in den USA.“ Siemens verkauft in den USA bereits etwa Stadtbahnen.

Laut Siemens will Amtrak seine Flotte in den kommenden 14 Jahren erneuern und dafür rund 11 Milliarden Dollar ausgeben. Die georderten Loks sollen auf der Fernverkehrsstrecke zwischen den Städten Boston und Washington einsetzen. “Mit dem Cities Sprinter liefern wir das erste Mal eine Siemens-Lok für den amerikanischen Markt, den zweitgrößten Lokomotivenmarkt weltweit“, sagte Grundmann.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

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