Siemens verkauft sein Gebäude-Management

- München - Hochtief, Deutschlands größter Baukonzern, übernimmt die profitable Gebäudemanagement-Sparte von Siemens. 1500 Beschäftigte an 41 Standorten in Deutschland bekommen damit zum 1. Januar einen neuen Arbeitgeber. Ihre Stellen sollen erhalten bleiben. Die Zentrale soll vorerst in Erlangen bleiben.

<P>Mit der Übernahme zum 1. Januar steigert Hochtief den Umsatz in diesem Geschäftsfeld um mehr als das Dreifache von 80 auf 280 Millionen Euro. "Wir gehen davon aus, dass sich das Ergebnis analog entwickeln wird", sagte der zuständige Hochtief-Manager Markus Breithaupt.</P><P>Die Siemens Gebäudemanagement und Services GmbH (SGM) soll, so die Planung, von Anfang an einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Der Umsatz im Bereich Gebäudemanagement solle sich 2004 gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten nicht verringern, betonte Hochtief-Vorstand Peter Noé.</P><P>Über den Preis schweigen beide Seiten. Die Übernahme muss von den Kartellbehörden noch genehmigt werden. Der Name der Siemens Gebäudemanagement und Services GmbH solle "schnellstmöglich" geändert werden, sagte Breithaupt weiter.</P><P>Standortschließungen stünden keine an. Statt dessen gehe man davon aus, neue Arbeitsplätze schaffen zu können. "Wir gehen nicht mit der Belastung rein, dass wir gleich ein strammes Restrukturierungsprogramm auflegen müssen", betonte Noé´. Bei Siemens heißt es, man vertraue auf dieses Versprechen: "Der Partner wurde mit Bedacht ausgewählt."</P><P>SGM gehört bei Siemens zur kriselnden Sparte Gebäudetechnik mit Sitz in Zürich. Hochtief und diese Sparte hätten gleichzeitig mit der Übernahme von SGM eine "langfristige, enge Zusammenarbeit vereinbart", hieß es weiter. Zwei Drittel aller Leistungen erbringe SGM für Siemens. Diese Verträge hätten eine lange Laufzeit. Hochtief erhofft sich neben allgemeinen Synergieeffekten Zugang zu neuen Märkten. So verfüge SGM über spezielle Fähigkeiten bei anspruchsvollen Fertigungsbereichen wie Medizin- oder IT-Technik.<BR></P>

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